SIMO: Rise & Shine

SIMO: Rise & Shine

Mascot Label Group

VÖ: 15.09.2017

 

Wertung: 9/12

 

SIMO, das Trio aus Nashville, veröffentlicht mit „Rise & Shine“ das dritte Album der Bandgeschichte und dürfte damit wieder für einige offene Münder sorgen. Sänger, Gitarrist und Namensvetter JD Simo, Schlagzeuger Adam Abrashoff und Bassist Elad Shapiro spielten im letzten Jahr in vielen verschiedenen Ländern Livekonzerte. Die neuen Songs entstanden somit quasi während der Tour. Nicht nur in den Hotelzimmern wurde daran gefeilt, sondern auch während des Soundchecks. Die finalen Aufnahmen fanden schließlich im Februar 2017 im House of Blues-Studio in Nashville statt. Die drei Herren trafen sich dazu meist in den späten Stunden des Tages und gingen dann erst am anderen Morgen aus dem Studio. Nur so konnte ein Bastard wie „Rise & Shine“ entstehen.

 

Reiner Blues war gestern, jetzt haben SIMO den Funk für sich entdeckt. Natürlich schwingt da auch immer noch eine große Portion räudiger Rock – gerne auch aus der Wüste -, Blues und Soul mit. Man höre sich nur das wahnwitzige „Return“ an, welches alles unter einen Hut bringt. Das klingt wie Lenny Kravitz in gut. „Meditation“ funkt sich wunderbar durch den Gemüsegarten. „Shine“ holt noch den Soul und Rock dazu.

 

„People Say“ groovt wie frisch aus der Hölle emporgestiegen. Eine Mischung aus Prince und Lenny Kravitz. „Don´t Waste Time“ wagt danach den Sprung in die Wüste und „I Want Love“ wiederum kreuzt Funk und Soul mit rockigen Anleihen. Was für ein Ritt! „The Climb“ nimmt sich erneut die Wüste zur Brust. Die Gitarren jaulen, der Bass wagt einen irrwitzigen Ritt und das Schlagzeug drückt und drängt derart, dass selbst der Teufel zitternd um Gnade winselt. „Be With You“ entpuppt sich als schöne und bluesige Ballade. Den anklagenden Blues-Folk von „The Light“ kriegen wohl nur Bands aus Nashville auf die Reihe. „I Pray“ spottet jeder Beschreibung. Einschalten, laut aufdrehen, Augen schließen und staunen!

 

Fazit: SIMO liefern mit „Shine & Rise“ einen gepflegten Abriss ab. Nein, dafür braucht es keinen schnellen Krach, sondern brodelnden Funk und Soul, den bedrohlichen Blues aus den Sümpfen und den Staub der Wüste. Handgemachte Musik, die ordentlich Pfeffer im Hintern hat. Macht Bock. Ist stark.

 

https://www.facebook.com/simotheband/

 

Text: Torsten Schlimbach

S U C H E
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Dream Out Loud Magazin: © Torsten Schlimbach / Header: © Kai Knobloch