Shallou: Souls

Shallou: Souls

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VÖ: 27.04.2018

 

Shallou aus D.C. ist nicht nur Musiker, sondern auch Produzent. Das hört man seinen Songs durchaus an. Nach der EP „All Becomes OK“ folgt mit „Souls“ nun schon wieder eine neue EP. Shallou ist ja sowieso einer jener Streaming-Könige, da kann man die einzelnen Songs ja auch gerne immer mal wieder in dieses Kurzformat packen. „Souls“ hat immerhin gleich sieben Tracks am Start – da ist es ja nur noch ein kleiner Schritt bis man von einem Album sprechen kann.

 

Sanfte Electronica fließt direkt mit dem ersten Stück „Sigh“ auf den Zuhörer zu. Ein bisschen erinnert das an James Blake. Die Sounds werden nach hinten raus noch etwas opulenter ausgearbeitet, bevor es dann endgültig ein paar stampfende Beats gibt und getanzt werden darf. Auch „You And Me“ fängt zunächst ruhig an. Dann flirrt und schwirren die Sounds um die Gehörgänge. Der Gesang dient dabei eher als zusätzliches Instrument. Das Tempo wird auch mal abgebrochen und dann erinnert das an die schönste Popmusik der Welt. Die Stimmverfremdungen erinnern erneut an James Blake. „Find“ folgt einem strukturierten Popmuster, ist aber zum Ende hin zu sehr in dieser David Guetta-Schleife gefangen.

 

„Vignette“ lässt ein Stückchen die 90er wieder rein. Da werden Erinnerungen an Robert Miles wach. „...Lost“ ist im Grunde ein netter Dancetrack. „Lie“ mit einem Feature von Riah eine Dacenpopnummer, wie es viele andere auch gibt. Sorgt aber für gute Laune. „Skin“ pluckert dann zum Schluss ganz entspannt dem Ende der EP entgegen.

 

Fazit: Wer elektronische Musik mag, wird die EP „Souls“ von Shallou lieben. Alle anderen können naturgemäß wenig damit anfangen. Teilweise klingt das wie ein Bindeglied zwischen James Blake, Radiohead und David Guetta. Das kann spannend sein, aber man muss sich ein besonderes Faible dafür haben und sich darauf einlassen können. Einige wollen in Shallou aber schon wieder die Zukunft der Musik gefunden haben.

 

http://shallou.com/

 

Text: Torsten Schlimbach

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Dream Out Loud Magazin: © Torsten Schlimbach / Header: © Kai Knobloch