Rockstah: Cobblepot

Rockstah: Cobblepot

Department Musik/Warner

VÖ: 26.10.2018

 

Wertung: 7,5/12

 

Max Nicolas Nachtsheim hat sich mittlerweile unter seinem Künstlernamen Rockstah im deutschsprachigen Rapbereich etabliert und einen Namen gemacht. Auch seine Podcasts erfreuen sich bei einer treuen Fangemeinde großer Beliebtheit. Mit „Cobblepot“ veröffentlicht er endlich mal wieder ein Studioalbum. Das letzte Werk hat ja nun auch schon ein paar Jährchen auf dem Buckel.

 

„Cobblepot“ ist überraschend düster bis depressiv ausgefallen. Auf klassische Rap-Flows wird fast durchgehend verzichtet. Dafür schleppen sich die dunklen Synthies über weite Teile des Albums schwermütig dahin. Irgendwie ist die Atmosphäre ziemlich morbide. Unbehaglichkeit breitet sich da aus. „Cobblepot“ ist bekanntlich ja als Pinguin der Gegenspieler von Batman. Der gute Max scheint da jedenfalls einige Parallelen zwischen sich und dem Außenseiter aus Gotham City zu sehen. Dies manifestiert sich nicht nur im entsprechenden Song dazu, der da „Der Pinguin“ wäre. Am liebsten möchte er, wie im Track „Mond“, ganz alleine sein. Alleine zum Mond fliegen, da die Hoffnung, dass die Erde bald untergeht, sich dann doch nicht erfüllt hat.

 

„Highscore“ ist zwar etwas forscher und eine Mischung aus Falco und Bilderbuch, letztlich aber auch wieder depressiv. Auch hier geht es um die Außenseiter, die sich verlieben, aber eben nicht so cool sind. „Alle Meine Gang“ ist wieder sehr düster und LoFi. „VHS“ ist was für Nostalgiker, während „Love, Sex & Videogames“ mal ein bisschen positive Grundstimmung verbreitet. Irgendwie jedenfalls.

 

Fazit: Warum so düster? Warum so depressiv? Max Nicolas Nachtsheim ist doch immerhin der Sohn von einer Hälfte des Comedy-Duos Badesalz. Hört man sich „Cobblepot“ an, dann könnte man auf die Idee kommen, dass der Mann es bisher sehr schwer in seinem Leben gehabt hat. Und er hasst Menschen. Vermutlich ist das alles Fiktion und mit einem Augenzwinkern zu sehen. Das ist auf jeden Fall kein klassisches Rapalbum und eher in der Synthie-Düsterecke zu finden.

 

http://rockstah.de/

 

Text: Torsten Schlimbach

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Dream Out Loud Magazin: © Torsten Schlimbach / Header: © Kai Knobloch