Riddlemaster: Bring The Magik Down

Riddlemaster: Bring The Magik Down

Metalapolis/Soulfood

VÖ: 01.12.2017

 

Wertung: 7/12

 

Manilla Road wurde einst von Mark Shelton gegründet. Jetzt hat er mit Riddlemaster ein neues Baby am Start. Von Manilla Road brachter er Schlagzeuger Rick Fisher mit. Warum hat man nicht einfach die alte Kapelle mit Rick wiederbelebt? So richtig gibt es keine Antwort auf die Frage, denn Anlass für Riddlemaster war nämlich genau die Idee, wie denn wohl Manilla Road klingen würden, hätte Rick 1984 nicht das Handtuch geschmissen. Zusammen mit Bassist E.C. Hellwell haben sie nun „Bring The Magik Down“ aufgenommen. Dies ist dann gleichzeitig auch das erste gemeinsame Album von Shelton/Fisher seit 1984. Herausgekommen ist ein klassisches Werk zwischen Metal, Classic Rock und eben Rock.

 

„Bring The Magik Down“ breitet sich über epische 14 Minuten aus. Auch nicht schlecht, mit einer solchen Nummer in das Album zu starten, denn da wird man als Zuhörer gleich gefordert. Zunächst erinnert das an Black Sabbath und groovt sich langsam durch die Riffs. Dann bricht das Stück ab und wechselt zu sphärischen Klängen. Es klingelt und läutet. Krautrock? So ungefähr. Dann setzt der Bass ziemlich markant ein. Die Gitarre übernimmt dann die Führung. Die Abmischung ist aber etwas seltsam. Der Gesang ist für meinen Geschmack zu weit im Vordergrund und das Schlagzeug klingt doch recht dumpf.

 

Mit „Crossing The Line“ wird es düster. Langsam schält sich die Nummer aus ihrem Kokon. Die dunkle Stimme sorgt zusätzlich für sehr viel Atmosphäre. „Every Mothers Son“ ist eine Mischung aus Classic Rock und Americana. Die Gitarrenarbeit ist ein Traum, aber insgesamt fehlt der Nummer dann doch eine Idee, die für den gewissen Aha-Effekt sorgt, denn so plätschert das letztlich doch so dahin. „Lair Of The White Witch“ ist da schon ein ganz anderes Kaliber. Der Spannungsbogen baut sich langsam auf. Die Nummer ist zudem sehr verschachtelt und im Hintergrund passieren viele Dinge, die entdeckt werden wollen. Mitunter hat das sogar etwas von Jamcharakter, so als würde sich das Trio in einen Rausch spielen. Die längeren Stücke stehen Riddlemaster jedenfalls wesentlich besser zu Gesicht. „Ghosts Of The Plains“ erinnert teilweise eher an Progressiven Rock. Pink Floyd kommen einem da in den Sinn, allerdings erreicht das natürlich bei Weitem nicht diese Genialität. „Go For The Throat“ legt wieder etwas an Härte zu, aber dann ist da wieder dieser blecherne Sound, der einem den Hörgenuss mitunter wieder vermiest.

 

Fazit: Riddlemaster legen mit „Bring The Magik Down“ ein ordentliches Album mit teilweise zweifelhaften Sound vor. Hin und wieder ist das dumpf und blechern und gerade das Schlagzeugspiel verliert dadurch jeglichen Druck. Die längeren und epischen Tracks sind spannender ausgefallen und erinnern teilweise an Progressiven Rock. Vieles geht allerdings auch in die Classic Rock-Richtung und auch Erinnerung an Black Sabbath werden hier wach. Kein Meilenstein, aber durchaus mit netten Momenten.

 

Text: Torsten Schlimbach

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