Reese Wynans And Friends: Sweet Release

Reese Wynans And Friends: Sweet Release

Mascot Label Group/Rough Trade

VÖ: 01.03.2019

 

Wertung: 9/12

 

Reese Wynans hat ein Leben im Musikgeschäft geführt, stand dabei aber nie ganz vorne im Rampenlicht. Überraschenderweise hat der Mann auch noch nie ein Soloalbum aufgenommen. Er ist mittlerweile immerhin 71 Jahre alt und hat mit Stevie Ray Vaughans, Carole King, John Mayall oder Duane Allman gearbeitet. Dies ist selbstverständlich keine abschließende Aufzählung. „Sweet Release“ ist nun tatsächlich sein erstes Soloalbum. Er huldigt da einigen Blues-Rock-Legenden und hat sich eine beachtliche Zahl an Gästen dazu eingeladen. Joe Bonamassa gibt zudem seinen Einstand als Produzent.

 

Ob die Gäste wirklich alle auf Wunsch von Reese Wynans an „Sweet Release“ mitgewirkt haben, sei mal dahingestellt. Guckt man sich die Künstler der Mascot Label Group an, dann ist es schon sehr auffallend, dass selbige immer mal wieder auf den Alben der jeweils anderen zu finden sind. Das ist nun auch auf „Sweet Release“ der Fall. Die Gäste sind somit auch alle aus der zweiten und dritten Reihe.  Die Einladungen verschickte wohl Bonamassa.

 

Wynans beschreibt das Album wie folgt: „Es ist eine Sammlung von Songs, die ich live gespielt habe, an deren Aufnahmen ich selbst mitgewirkt habe oder gerne beteiligt gewesen wäre. Sozusagen eine Retrospektive meiner eigenen Karriere und meiner lebenslang währenden Liebe zur Musik im Allgemeinen.” Bei den Stevie-Ray-Vaughan-Nummern „Crossfire”, „Say What!”, „Riviera Paradise” und „Hard To Be” wirken als Gitarristen Joe Bonamassa und Kenny Wayne Shepherd sowie Bassist Tommy Shannon und Drummer Chris Layton von Double Trouble mit.

 

Hört man sich „Your Kind Of Love“ an, dann kann man sich ungefähr ausmalen, welchen Spaß die Aufnahmen gemacht haben müssen. Die Keyborad- und Gitarrensoli sind sensationell. Zudem klingt das alles locker und leicht und weit weg von allen Zwängen. Und dann haben wir noch gar nicht über das Saxofon gesprochen. „Don´t Come Crying“ ist eine ganze Spur langsamer. So klingt der Blues, der aus den Sümpfen kommt. Selbstverständlich großartig in der Umsetzung.  Selbst eine Ballade wie „Still Believe In Love“ haut voll hin. Das wird zudem derart inbrünstig gesungen, dass die Gänsehaut in Sicht ist.

 

Fazit: „Sweet Release“ ist ein richtig gutes Blues-Album geworden. Besonders die Umsetzung ist sehr gelungen. Man hört den Spaß, den alle Beteiligten gehabt haben werden. Das rockt, das groovt und das ist durch und durch die hohe Kunst der handgemachten Musik! Daumen hoch!

 

www.reesewynans.com

 

Text: Torsten Schlimbach

Empfehlen Sie diese Seite auf:

Druckversion Druckversion | Sitemap Diese Seite weiterempfehlen Diese Seite weiterempfehlen
Dream Out Loud Magazin: © Torsten Schlimbach / Header: © Kai Knobloch