Pure Tonic: Bliss N´ Bleakness

Pure Tonic: Bliss N´ Bleakness

elbaufwärts entertainment/ Live Talent

VÖ: 10.05.2019

 

Wertung: 8/12

 

Oelkershusen ruft bei den meisten sicherlich ein müdes Schulterzucken hervor. Woher sollte man die Ortschaft auch schon kennen? Das soll sich bald ändern, denn die Rocker von Pure Tonic haben mit „Bliss N´ Bleakness“ nun ein ziemlich gutes Argument im Köcher. Aufgenommen wurden die zehn Songs in nur fünf Tagen im Hamburger Studio GAGA mit Produzent Zoran "Zorro" Grujovski.

 

Die Produktion ist fett und das Songmaterial dürfte internationalen Ansprüchen genügen, sprich: Pure Tonic braucht sich hinter keinen Kollegen zu verstecken. „Dance In Hell“ klingt dabei oberflächlich betrachtet wie ein Screamo-Song von der Stange, ist es aber in letzter Konsequenz eben nicht. Überall lauert eine ziemlich lässige Hookline oder eine Melodie, für die andere Haus und Hof verkaufen würden. „Bad Game“ hört sich dabei an, als wären die 90er noch in vollem Gange. Die Festivalbühnen dürstet es eigentlich nach solchen Songs!

 

Das war schon mit dem Opener „On A Raid“ abzusehen. Die Nummer erleichtert einem den Einstieg in die Scheibe. Gepflegte Härte, Rotz, Dreck, aber auch eine gewisse Eingängigkeit lassen jedes Rockerherz ein bisschen schneller schlagen. Die Backyard Babies grüßen da mal ganz nett. Sleaze Rock gibt es auch bei „Roll The Dice“ und natürlich folgt als dritter Song mit „Show Me Your World“ die obligatorische Ballade. Pure Tonic wissen wie das Geschäft funktioniert.

 

„Caraway Brandy“ rockt danach ja wieder alles nieder und auch „Last Goodbye“ macht keine Gefangenen. Es spielt dabei auch keine Rolle, dass „Rise“ eher langweilt. „Old Familiar Fantasy“ ist wie für die Bühne gemacht. Das Ding dürfte live erst seine volle Schönheit entfalten. „All My Life“ ist der epische Abschluss in knapp fünf Minuten.

 

Fazit: Pure Tonic haben mit „Bliss N´ Bleakness“ ein klasse Rockalbum aufgenommen. Ein bisschen erinnert das an die Backyard Babies. Sleaze Rock aus Deutschland mit tollen Hooklines und Melodien gibt es ja nicht so oft. Da kann man auch die zwei bis drei kleinen Schwächen verschmerzen. Gutes Ding!

 

https://www.puretonic.de/

 

Text: Torsten Schlimbach

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Dream Out Loud Magazin: © Torsten Schlimbach / Header: © Kai Knobloch