Project Mama Earth

Project Mama Earth

Provogue/Mascot Label Group

VÖ: 10.11.2017

 

Wertung: 9/12

 

Wenn sich fünf Musiker zu einem Allstar-Line Up zusammentun, dann kann dabei eigentlich nur etwas Großartiges entstehen. Oder dieses Kollektiv scheitert an den eigenen Erwartungen. Joss Stone (Gesang), Nitin Sawhney (Gitarre), Jonathan Joseph (Schlagzeug), Étienne M’Bappe und Jonathan Shorten (Keyboards) haben mit Project Mama Earth nun etwas wirklich Herausragendes auf die Beine gestellt. Man traf sich im britischen Devon um gemeinsam Musik zu erarbeiten. Ein Konzept oder eine Vorstellung wohin die Reise gehen könnte, gab es nicht. Das Quintett hatte durchaus Angst, dass dabei überhaupt nicht herauskommen könnte. Da nun eine Mini-Album als Project Mama Earth veröffentlicht wird, scheinen die Dinge ja gut gelaufen zu sein. Innerhalb von zehn Tagen nahm man die Songs spontan und intuitiv in Joss Stones Heimstudio in Devon auf.

 

Der Eröffnungssong „Mama Earth“ lässt schon erahnen, dass man es hier mit keinem gewöhnlichen Album zu tun hat. Die Stimme von Joss Stone ist natürlich sehr dominant, bettet sich aber trotzdem sehr schön in die Musik ein. Das groovt und ist funky. Gleichzeitig werden afrikanische Rhythmen eingewoben. Das ist Weltmusik, aber eben auch sehr nahe beim Jazz. Vertrackt und trotzdem organisch. Das Tempo wird da auch sehr schön variiert und die Stimme von Joss Stone fungiert – wie auf dem gesamten Album – teilweise als weiteres Instrument.

 

Auf dem Album gibt es zwischen den einzelnen Songs jeweils ein Interlude als Überleitung. So werden die Brüche auch sehr sanft abgefedert. „Waterfall“ ist beispielsweise ruhiger. Keine Ballade im eigentlich Sinne und musikalisch sehr vielfältig und zum Refrain hin auch druckvoll. Dann geht das sogar in Richtung Rock wie ihn die Red Hot Chili Peppers spielen würden. „Spring“ hat Soul, ist aber eben auch wieder von diesen treibenden Rhythmen der afrikanischen Musik durchzogen. „What Would She Say?“ lugt wieder beim Jazz vorbei. „Entanglement“ ist beschwörend und geheimnisvoll. Musik mit Sogwirkung. Die wunderbare Ballade „Breathe“ rundet das als Gesamtwerk sehr schön ab.

 

Fazit: Project Mama Earth ist ein sehr schönes Album von fünf herausragenden Künstlern. Ein Hauch von Weltmusik weht durch die Songs. Jazz, Funk und Rock machen das mit den afrikanischen Rhythmen zu einem einzigartigen Musikerlebnis. Das ist sehr organisch und intuitiv und hebt sich deutlich von der Masse an Veröffentlichungen ab. Ein Mini-Album für Musikliebhaber.

 

www.jossstone.com

 

Text: Torsten Schlimbach

S U C H E
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Dream Out Loud Magazin: © Torsten Schlimbach / Header: © Kai Knobloch