P.O.D.: Circles

P.O.D.: Circles

Mascot Label Group/Rough Trade

VÖ: 16.11.2018

 

Wertung: 6/12

 

P.O.D. ist eine Band, die irgendwie die letzte ihrer Art ist. Seit nunmehr 25 Jahren sind die Jungs aus San Diego aktiv. Andere kamen und gingen wieder, P.O.D. waren immer da. Zwar nicht ganz vorne mit dabei, aber schon immer präsent. Jetzt wird mit „Circles“ bereits das zehnte Studioalbum veröffentlicht. Dafür experimentierte die Band mit Samples und einige Keyboards wurden auch in das Studio gekarrt. Aber keine Sorge, P.O.D. ist und bleibt P.O.D. und Fans werden „Circles“ vermutlich schnell in ihr Herz schließen.

 

Mit „Rockin´ With The Best“ legt die Band los, als wäre die zweite Hälfte der 90er in vollem Gange. Limp Bizkit lassen grüßen. Selbiges gilt auch für „Soundboy Killa“. Nu Metal wie er im Buche steht. Ob man das im Jahre 2018 noch braucht? Man kann ja wieder ein bisschen rumpubertieren und sich an die eigene Jugend erinnern, sofern man Ende der 90er noch dazuzählte.

 

Wie immer bei P.O.D. ist das aber nicht alles und „Circles“ ist vielfältig angelegt worden. „Always Southern California“ ist zwar auch eine Nummer, die eine ähnliche Richtung einschlägt, aber durch den furchtbaren Refrain vollends baden geht. „Circles“ – der Titeltrack – ist allerdings anders. Ruhiger, nachdenklicher, fast schon erwachsen. „Panic Attack“ ist ein Brett, welches an Korn erinnert, aber nicht deren kaputte Düsternis zu bieten hat - geht trotzdem klar. „On The Radio“ nervt aber gewaltig und ist kompositorisch einfach mies. „Fly Away“ mit seinen Reggae-Anleihen ist gar noch schlimmer. Der Refrain ist dann auch noch schlimmster Schlager.

 

„Listening For The Silence“ wiederum erinnert an Linkin Park in deren Spätphase. Braucht man auch nicht unbedingt. „Dreaming“ gefällt mit seinem experimentelleren Ansatz und seiner düsteren Grundstimmung. Selbiges gilt auch für „Domino“. Mit „Home“ hat die Band den besten Song bis zum Schluss aufgehoben. Das könnte man sich auch gut von den Deftones vorstellen und das kann somit nur gut sein!

 

Fazit: Die Jungs von P.O.D. sind immer noch da. Unermüdlich touren sie und veröffentlichen Alben. Hier weiß man was man hat und was man bekommt. Ob man das im Jahre 2018 noch braucht, sei mal dahingestellt. Wer sich zu den Fans zählt, wird das sicher ganz heftig bejahen. Leider klingt das aber auch oftmals wie eine schlechte Version von vielen bekannten Kollegen. Ein Totalausfall ist „Circles“ aber auch nicht.

 

www.payableondeath.com

 

Text: Torsten Schlimbach

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Dream Out Loud Magazin: © Torsten Schlimbach / Header: © Kai Knobloch