Mila Mar: Haime (EP)

Mila Mar: Haime (EP)

Space Bee Records

VÖ: 04.05.2018

 

Mila Mar ist eine Band wie keine andere, die sich in Deutschland im Musikgeschäft tummelt. Dies betrifft auch die Schlagzahl der Veröffentlichungen. Seit 2003 war bis jetzt nämlich Funkstille angesagt. 2015 folgte eine Art Reunion, die durchaus in kleinem Kreis sehr viel Beachtung fand. Mila Mar sind ja auch ganz sicher keine Band für den Mainstream. Dies wird sich auch mit der neuen EP „Haime“ nicht ändern.

 

Synthesizerklängen, Geige, Flöte, afrikanische Djembe, Schlagzeug und dem ungewöhnlich vielseitigen Vier-Oktaven-Gesang von Anke Hachfeld machen „Haime“ zu einem ganz besonderen Erlebnis. Wovon die Songs mit Namen „Fliedermoos“, „Rose“, Asche“, „Haime“ und „Neptune“ handeln? Keine Ahnung. Man weiß ja auch nicht, auf welcher Sprache selbige vorgetragen werden. Französisch? Englisch? Arabisch? Es ist vielmehr eine Fantasiesprache. Sigur Ros haben das ja auch mal gemacht. Vielleicht ist die Musik von Mila Mar den Isländern nicht mal unähnlich. Sphärisch und langsam schälen sich die Tracks aus ihrem Kokon. Lauscht man den Klängen bei geschlossenen Augen, dann wähnt man sich im Orient. Einzelnen Passagen sind dabei sehr rythmisch. „Fliedermoos“ kriegt dabei sogar noch einen (unbewussten) keltischen Einschlag, während „Rose“ komplett im Orient zu verweilen scheint. „Asche“ leiert sich aber auch durch die knapp vier Minuten. Da gefällt das geheimnisvolle „Haime“ schon wesentlich besser. „Neptune“ hört sich wie ein „Best Of“ der übrigen Tracks an.

 

Fazit: Die EP „Haime“ von Mila Mar ist für alle Menschen interessant, die Musik abseits des Mainstreams schätzen und offene Ohren für Klänge haben, die man normalerweise nicht in der deutschen Musiklandschaft findet. Orientalische Klänge verbinden sich mit langsamen Sounds und tollen Rhythmen.

 

http://www.milamar.de/

 

Text: Torsten Schlimbach

Empfehlen Sie diese Seite auf:

Druckversion Druckversion | Sitemap Diese Seite weiterempfehlen Diese Seite weiterempfehlen
Dream Out Loud Magazin: © Torsten Schlimbach / Header: © Kai Knobloch