Mallory Knox: Wired

Mallory Knox: Wired

Sony

VÖ: 10.03.2017

 

Wertung: 7,5/12

 

Alles zurück auf Start. Darf man den vollmundigen Worten im Vorfeld der Veröffentlichung von „Wired“ glauben, dann hat die britische Band Mallory Knox genau das mit dem dritten Album vor. Die ersten beiden Platten entstanden noch mit angezogener Handbremse - zumindest aus heutiger Sicht der Bandmitglieder. Natürlich ist dies auch das übliche Geplänkel im Vorfeld einer Veröffentlichung. „Wired“ gleicht trotzdem einem Quantensprung.

 

Die Produktion ist fett. So mögen das die Amis und das ist wenig britisch. Dicke Hose und so. 30 Seconds To Mars kommen einem da in den Sinn. Die elf Songs sind in letzter Konsequenz Popmusik der härteren Gangart. Die Ballade „For You“ wird Fans von Matchbox Twenty gefallen. Auf „Wired“ ist alles ein bisschen größer gedacht. Stadionmusik, die gut in die Ohren geht und mit fluffigen Hooklines besticht. „Midnight“ ist dabei die vertonte gute Laune. Die Gitarren jubilieren und der Refrain ist für die Festivalsaison mehr als gewappnet.

 

„Giving It Up“ ist zu Beginn eine Spur härter ausgefallen. Billy Talent und Konsorten. Auch das ist selbstverständlich für die richtig großen Bühnen ausgelegt. Aber das gilt ja im Grunde für jede Nummer. Auch „California“ kommt nicht ohne überbordenden Refrain aus. Hier wird eben alles eine Nummer größer gedacht. Positive Musik, die den Frühling einläutet und den Winter mit großen Gesten vertreibt. „Better Off Without You“ zeigt die beiden Welten von „Wired“. Die Strophen sind mit einer Portion Indiehärte durchtränkt, während der Refrain poppig ausgerichtet ist.

 

Die Balladen klingen, wie sie eben auf solchen Alben immer zu finden sind. „Falling In Love“ kriegt immerhin noch den Dreh und dann wird es gesanglich noch etwas kratzbürstiger. „Lucky Me“ hat wenige Ideen zu bieten und langweilt. „Saviour“ ist dafür umso mitreißender. Da wird sogar das platt getretene Emo-Beet wieder hübsch hergerichtet. „Come Back Around“ hat abermals eine gute Hookline und auch der Rausschmeißer „Mother“ kann noch mal überzeugen und entlässt einen mit einem guten Gefühl aus dem Album.

 

Fazit: „Wired“ von Mallory Knox ist ein ordentliches Album mit so manchem Ausflug zum Emo- und Indierock. Alles wird groß und in Richtung Stadien und Festivals gedacht. Die Refrains fallen allerdings auch im Popmainstream nicht weiter auf. Das ist alles sehr solide und verbreitet durchaus positive Stimmung und ist genau die richtige Musik für den Frühling!

 

http://malloryknox.com/

 

Text: Torsten Schlimbach

S U C H E
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