Luke Combs: What You See Is What You Get

Luke Combs: What You See Is What You Get

Sony

VÖ: 08.11.2019

 

Wertung: 8/12

 

Luke Combs lebt wie kein anderer Musiker momentan den amerikanischen Traum. Er hat sich aus den kleinen Spelunken, Kneipen und Raststätten bis in die ganz großen Arenen des Landes hochgespielt. Er hat nicht nur diese „vom Tellerwäscher zum Millionär“-Attitüde, sondern spielt auch noch typisch amerikanische Musik. Sein Country-Rock holt die Menschen aller Altersklassen ab. Combs gibt sich zudem sehr geerdet und ein sympathisches Auftreten gibt den Leuten das Gefühl, dass da einer von ihnen auf der Bühne steht. Sein Debüt „This One's For You Too“ erhielt in den USA Doppel-Platin und führte die Country-Charts an und landete immerhin auf Platz vier der offiziellen Charts. Mit „What You See Is What You Get“ gibt es jetzt den Nachfolger.

 

Es bleibt abzuwarten, ob Luke Combs mit „What You See Is What You Get“ nun auch im Rest der Welt durchstarten kann. Bisher sind der Mann und seine Musik nämlich fast ausschließlich ein amerikanisches Phänomen. Es mag natürlich auch an der traditionellen Art seiner Musik liegen. Die siebzehn Songs sind jedenfalls ganz fett produziert. Bei der Aufmachung hat man sich allerdings nicht sonderlich viel Mühe gegeben. Das faltbare Booklet hält zwar die Informationen zu den Songs bereit, nur was da steht kann man im Prinzip nicht lesen, denn dafür braucht man schon eine Lupe. Bilder und Fotos gibt es keine.

 

Die siebzehn Songs dürften von „Beer Never Broke My Heart“ bis „Better Together“ wieder vielen Amerikaner aus dem Herzen sprechen. Worum es thematisch geht, geben diese beiden Songs, die das Album einrahmen, von Seiten des Titels ja schon wieder. Auch die Themen werden also wieder viele Menschen abholen. Musikalisch ist Luke Combs durchaus breit aufgestellt. Das mag zwar alles auf den Grundfesten des Country zu finden sein, aber es ist bei Luke Combs von Americana bis Rock auch immer nur ein kleiner Weg. „Reasons“ funktioniert da wie eine Trucker-Hymne und passt perfekt zu langen Fahrten auf den staubigen Straßen. „Dear Today“ ist die Lagerfeuerballade, die sich anhört, als hätte Combs die an selbigem in einem Take eingespielt.

 

„Refrigerator Door“ punktet mit dem klassischen Erzählstils des Country und baut dabei durchaus eine Brücke vom klassischen zum modernen Country. Er beherrscht die leiseren und zurückgenommenen Klänge wie bei „Even Though I´m Leaving“ ebenso, wie die rockigen von „1,2 Man“.  „Moon Over Mexico“ legt noch ein bisschen Pop obendrauf und natürlich darf auch die eine oder andere Ballade nicht fehlen. „Nothing Like You“ wird sicher jede Menge Herzen einfangen und „Better Together“ zu Tränen rühren.

 

Fazit: Luke Combs gehört zu den Guten, keine Frage. Der Mann fängt mit seiner sympathischen Art einfach jeden direkt ein. Er verkörpert den amerikanischen Traum wie momentan kein Zweiter. Sein zweites Album ist der Soundtrack dazu und ist von Country-Pop bis Country-Rock breit aufgestellt. Ob das im Rest der Welt auch alles so funktioniert bleibt abzuwarten. Fakt ist, dass „What You See Is What You Get“ ein gutes Album ist und das ist es ja, was am Ende des Tages zählen sollte.

 

https://www.lukecombs.com/

 

Text: Torsten Schlimbach

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Dream Out Loud Magazin: © Torsten Schlimbach / Header: © Kai Knobloch