Leader Of Down: Cascade Into Chaos

Leader Of Down: Cascade Into Chaos

Cleopatra Records

VÖ: 02.11.2018

 

Wertung: 7/12

 

Leader Of Down ist auch ein bisschen wie eine Reunion von Motörhead. Das Projekt von Würzel hat nämlich eine illustre Gästeschar zu bieten. Phil Campbell, Fast Eddie Clarke und Lemmy sind auf „Cascade Into Chaos“ zu hören. Würzel verstarb bekanntlich 2011, da war das Album aber noch lange nicht reif für eine Veröffentlichung. Seine Band arbeitete weiter daran und so erklärt sich dann auch, dass Lemmy seinen Part erst 2015 eingesungen hat. Würzel hatte aber für „Paradise Turned Into Dust“ sowieso Lemmy als Sänger im Kopf und somit ist das auch posthum ganz in seinem Sinne.

 

Whitfield Crane (Ugly Kid Joe), Lee Richards (ex –Godsmack), Bruce Foxton (The Jam) und Cliff Evans (Tank) sind weitere Gäste, die auf „Cascade Into Chaos“ vertreten sind. Das Line Up wird bei Leader Of Down von Matt Baker (Vokal) und Gitarrist Alex Ward komplettiert. Wie soll man das Album nun werten? In erster Linie ist es wohl als Tribut für Würzel zu sehen. Es ist aber eben auch ein Tribut an die verstorbenen übrigen Motörhead-Helden, die hier zu hören sind.

 

Lemmy rahmt dabei das Album ein. Die lässige Eröffnung „Paradise Turned Into Dust“ wird von seiner Stimme getragen, die zum Refrain hin sogar unglaublich melodiös wird. „Laugh At The Devil“ beendet das Album schließlich und ist ein erstklassiger Lemmy-Vollgas-Track. Der Trademark-Sound ist direkt vorhanden. Der Hardrockanteil ist zwar etwas hochgeschraubt, aber letztlich besteht kein Zweifel daran, wer hier lacht.

 

Zwischen den beiden Songs gibt es viel solide Kost. Der Titeltrack „Cascade Into Chaos!“ lässt dabei noch aufhorchen und macht Spaß. Die Zutaten klingen zwar aufgewärmt, aber immerhin hat das Pfeffer im Hintern und man fühlt sich direkt heimisch. „People Say I´m Crazy“ wühlt sich zwar durch ein ähnliches Metalfeld, ist aber soundtechnisch ziemlich missglückt und das fällt gegenüber den bisherigen beiden Songs schon deutlich ab. Das lässige „Children Of Disease“ kommt ziemlich gut. Hoffentlich kriegt das irgendwer mal ordentlich auf die Bühnenbretter gezaubert. Der Track ist langsam und eingängig, aber eben auch arschcool. „Shakebite“ langweilt da eher, Überhaupt verflacht das Album an dieser Stelle etwas. „Feelgood“ ist der Gute-Launebär des Albums, während „The Killing Rain“ auch noch mal ein nettes Brett ist.

 

Fazit: „Cascade Into Chaos“ ist alleine schon aufgrund der vielen Motörhead-Beteiligungen eine Pflichtveranstaltung. Das Album hat aber auch ein paar Längen und ist letztlich auch kompositorisch und musikalisch in einer Zeitblase stecken geblieben. Fans der härteren und schnelleren Musikgangart sollten das Werk aber unbedingt antesten!

 

Text: Torsten Schlimbach

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Dream Out Loud Magazin: © Torsten Schlimbach / Header: © Kai Knobloch