Kery Fay: Lights & Shadows

Kery Fay: Lights & Shadows

A45 Music / Kontor Records

VÖ: 08.02.2019

 

Wertung: 7/12

 

Die Hamburgerin Kery Fay hat sich für ihr Debüt sehr viel Zeit gelassen. Nach dem kleinen Erfolg ihrer Single „Running“ von 2014 folgte 2016 die EP „Otherside“. Schritt für Schritt versuchte die Sängerin im Musikgeschäft Fuß zu fassen. Kein Schnellschuss, wie es so viele andere vor ihr machten. Das Debüt „Lights & Shadows“ ist nun auch durch und durch Kery Fay. Sie hat die Songs geschrieben und letztlich auch produziert. In New York wandelte sie dabei auf den Spuren der aktuell angesagten Popgrößen, aber auch Berlin und Hamburg spielten bei und für die Aufnahmen eine Rolle.

 

Guckt man sich die Tracklist von „Lights & Shadows“ an, dann scheint da schon ein Karriereplan dahinter zu stehen. Da wäre zunächst das eigentliche Album, welches durch ein Intro und Outro eingerahmt wird. Danach folgen die Bonuss Tracks, die aus vier Akustik(!) Songs bestehen und zum Schluss gibt es noch die Remixe. Selbige widmen sich den ersten drei Songs des Albums. Da wird also die ganze Farbpalette abgedeckt und die potenzielle Hörerschaft vergrößert.

 

Die Remixe können allesamt nicht an die Albumversionen anknüpfen. Tanzwütige dürften sich trotzdem freuen, da das Gestampfe eben auf den Dance Floor lockt. „Secrets“ und „Lights“ sind in der eigentlichen Version schon tolle Popsongs, gar keine Frage. Kery Fay kann auch stimmlich – zumindest auf der Studioproduktion – überzeugen. Synthesizer sind ja wieder schwer en vogue. Das passt auch alles gut ins Formatradio und wird den Mainstreamhörer schnell abholen. Das wird dann aber auch mit zunehmender Albumdauer austauschbarer. „Hardkiss“ und „Otherside“ rauschen dann auch ereignislos an einem vorbei.

 

Man horcht allerdings bei den gefühlvollen Akustikversionen wieder auf. Das ist schon ganz großes Kino und dann wird „Otherside“ plötzlich zu einem Kleinod. Gesanglich kann Kery Fay hier bei „Secrets“ oder „Someone New“ glänzen. Das Konzept geht also tatsächlich auf.

 

Fazit: Kery Fay legt mit „Lights & Shadows“ ein sehr umfangreiches Konzept vor. Das Album hat nämlich noch eine Akustik- und Remixabteilung zu bieten. Letztlich ist das die Art Gebrauchspopmusik. wie sie in diesem Jahrzehnt populär war und immer noch ist. Wir haben ja schon 2019…

 

www.kery-fay.com 

 

Text: Torsten Schlimbach

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Dream Out Loud Magazin: © Torsten Schlimbach / Header: © Kai Knobloch