Joe Bonamassa: Blues Of Desperation

Joe Bonamassa: Blues Of Desperation

Mascot Label Group/Rough Trade

VÖ: 25.03.2016

 

Wertung: 7,5/12

 

Das letzte Studioalbum von Joe Bonamassa „Different Shades Of Blue“ hat nun anderthalb Jahre auf dem Buckel. Jetzt kommt der Mann mit „Blues Of Desperation“ schon wieder mit einem Album mit selbstkomponiertem Material um die Ecke. Der Output ist einfach unglaublich, da zwischen den beiden Werken ja auch noch jede Menge andere Projekte lagen. Zudem ist Bonamassa – gefühlt – auch unermüdlich auf Tour. DVDs gibt es von ihm ja mittlerweile auch mehr als genug. Nun also „Blues Of Desperation“, ein Album, welches nach seiner Einschätzung, seine Weiterentwicklung verdeutlichen soll. „Ich ruhe mich nicht auf meinen Lorbeeren aus, sondern dränge immer weiter nach vorne. Nur so kann sich meine Musik wirklich entfalten.“

 

Sein zwölftes(!) Studioalbum nahm er nun in Nashville auf. Bonamassa und sein langjähriger Produzent Kevin Shirley arbeiteten mit den Mitmusikern fünf Tage in den Grand Victor Sound Studios an den Songs. Elf Tracks haben es nun auf das finale Album geschafft. Ist selbiges nun anders? Natürlich hat Bonamassa seinen Stil jetzt nicht völlig über Bord geschmissen. Alles andere wäre aber auch eine Überraschung gewesen. Der Mann ist eben Gitarrist und so klingt dann auch „Blues Of Desperation“. Mit Blues im eigentlichen Sinne hat das freilich nicht immer etwas zu tun. Manches dürfte durchaus als Hardrock durchgehen, auch wenn eine Nummer wie „No Good Place For The Lonely“ durchaus alle Anlagen des Blues mitbringt. Das Gitarrensolo geht natürlich auch in diese Richtung und nimmt sich alle Zeit der Welt. Das Stück dauert ja auch nicht umsonst mehr als achteinhalb Minuten.

 

So langsam ist die Luft aber auch ein bisschen raus und Bonamassa würde eine Pause mal ganz gut tun. Man muss auch nicht alles veröffentlichen. „This Train“ rockt zu Beginn ganz amtlich drauflos, aber sonderlich spannend ist das nicht gerade. „Mountain Climbing“ hat zumindest einen guten Groove und ist ein schönes Hardrockbrett. Das kommt ganz gefällig in den Gehörgängen an, aber auch das haut einen nicht aus den Latschen. Das ruhige und dunkle „Drive“ ist da aus ganz anderem Holz geschnitzt. Der wundervolle Aufbau, die grandiose Instrumentierung – hier ist die Gitarre mal keine Leistungsschau, sondern bringt den Song tatsächlich nach vorne – und der tolle Erzählstil machen daraus ein Kleinod.

 

„Blues Of Desperation“ ist auch fein, allerdings geht das Ding in die Led Zeppelin-Richtung und der Einsatz von so manchem Element der Weltmusik ist das Salz in der Suppe. Das herrlich entschlackte Folkding „The Valley Runs Low“ lässt Bonamassa dann auch mal wieder im Licht der ganz Großen strahlen. Das erinnert an Bruce Springsteen. Punkt. „You Left Me Nothin´ But The Bill And The Blues“ ist netter Rock and Roll, während „Distant Lonesome Train“ zwar auch amtlich rockt, sich aber auch ganz schnell abnutzt. Das ist Bonamassa-Standard, den er auch in der Nacht lässig in fünf Minuten aus dem Ärmel schüttelt. „How Deep This River Runs“ ist Gospelmusik der besonderen Art. „Livin´ Easy“ wechselt dann erneut die Richtung und ist eine bluesige Westernnummer. Mit „What I´ve Known For A Very Long Time“ gibt es dann ganz zum Schluss einen astreinen Bluessong. Gutes Ende!

 

Fazit: „Blues Of Desperation“ ist kein schlechtes Album. Durchwachsen wäre wohl eher die richtige Bezeichnung. Man merkt schon, dass Joe Bonamassa sehr viel veröffentlicht und eine Pause nicht unbedingt die schlechteste Idee wäre. Überragende Tracks geben sich hier die Klinke mit Durchschnitts- oder Ausschussware in die Hand. Für Fans ist das natürlich ein Muss, wer sich aber bisher nicht zu diesem Kreise zählt, wird mit „Blues Of Desperation“ sicher nicht zu einem Anhänger des Gitarrenvirtuosen werden.

 

http://jbonamassa.com/

 

Text: Torsten Schlimbach

Joe Bonamassa: Different Shades Of Blue

Joe Bonamassa: Different Shades Of Blue

Mascot Label Group/Rough Trade

VÖ: 19.09.2014

 

Wertung: 10/12

Tipp!

 

Eigentlich kann man Bonamassa nicht mehr sehen und hören. Der Mann ist derart präsent und im Veröffentlichungswahn, dass es schon wieder zu viel des Guten ist. Zählt man sich zum Fankreis, dann ist das natürlich eine feine Sache, denn zumindest gefühlt kommen jedes Jahr zwei Veröffentlichungen, an denen er beteiligt ist, in die Läden. Aber wie das so ist, er kriegt sie letztlich fast alle wieder vor die Anlage, auch diejenigen, die Rezensionen mit eigentlich anfangen. Nicht anders ist es nun mit „Different Shades Of Blue“, einem weiteren guten bis sehr guten Album. In seinem Genre ist Joe Bonamassa einfach der ungekrönte König.

 

Man kann sich auch mal schnell irren, denn „Different Shades Of Blue“ ist nämlich das erste Soloprojekt seit zwei Jahren. Bei diesem immensen Output kann man aber auch schnell mal den Überblick verlieren, aber die Geschichte mit Beth Hart wollte ja auch noch abgefrühstückt werden – und noch einiges andere mehr. Sein neues Album enthält fast komplett Songs aus seiner Feder, wodurch sich ein roter Faden durch die Platte zieht und diese sehr homogen wirkt. Produziert wurde die Platte von Kevin Shirley im At The Palms-Studio in Las Vegas. Der Mann kennt Bonamassa ja bestens und ist mit seiner Arbeit über Jahre vertraut.

 

Joe Bonamassa ist ja auch unentwegt auf Tour und auch das hat sich auf dieses Album ausgewirkt. Mit ordentlich Wah-Wah wirft er sich bei „Oh Beautiful“ in das Solo. Dieses nimmt mindestens ein Drittel des ganzen Songs ein und der Rest groovt wie Hölle. Der Gesang ist fast beschwörend und Bonamassa der Hexenmeister und Voodoopriester in einer Person. „Love Ain´t A Love Song“ hat Drive und rockt! Dieser Kopfnickersong zeigt aber auch noch eine neue Seite, denn das wildert auch großartig im Funk herum. Hier fallen besonders die Bläsersätze auf – nicht zum letzten Mal.

 

Keine Sorge, Bonamassa ist natürlich immer noch beim Blues zu Hause. Mit „Living On The Moon“ gibt er eine erste Visitenkarte ab. „Heartache Follows Wherever I Go“ drückt einem die Blues-Dringlichkeit förmlich in die Eingeweide. Übrigens verzichtet der Mann an der Axt bei diesem Album weitestgehend auf seine Gitarrenwand und so gibt es fast durchgängig nur einen Sechssaiter zu hören, dies aber mit ordentlich Wumms. „Never Give All Your Heart“ ist zwar eher ein langsamerer Stampfer, aber dafür derart fett, dass es einem die Haare dezent nach hinten legt. Übrigens braucht sich der Mann mit seinem Gesang mittlerweile auch nicht mehr zu verstecken. Weiter geht es in den Saloon und seinem alten Klavier. „I Gave Up Everything For You, ´Cept The Blues“ ist schon ein feiner Stampfer – macht Spaß. Der Titelsong „Different Shades Of Blue“ erdet das Album ungemein bevor es wieder mit „Get Back My Tomorrow“ auf zu neuem Hardrock-Blues geht. „Trouble Town“ ist – so ehrlich muss man dann aber auch mal sein – etwas langweilig, da wissen einzig und alleine die Bläser zu gefallen. „So, What Would I Do“ ist der beste Albumabschluss eines Bonamassa-Albums. Die Nummer könnte man sich auch sehr gut mit der Stimme von Beth Hart vorstellen. Tolles Ding.

 

Fazit: Joe Bonamassa veröffentlicht mit „Different Shades Of Blue“ sein erstes Soloalbum seit zwei Jahren. Es ist seine beste Platte. Wie aus einem Guss schälen sich die zehn Songs nach dem Intro aus den Boxen. Blues, Hardrock, Funk, Western – alles da, alles sehr gut. Bonamassa hat diesmal keine Gitarrenwand aufgetürmt, spielt dafür aber sehr zielgerichtet. Gesanglich hat er auch einen deutlichen Sprung nach vorne gemacht. Eigentlich kann man Bonamassa nicht mehr sehen und hören und doch: bitte mehr davon!

 

http://jbonamassa.com/

 

Text: Torsten Schlimbach

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Joe Bonamassa: Driving Towards The Daylight

Joe Bonamassa: Driving Towards The Daylight

Mascot Records/Rough Trade

VÖ: 18.05.2012

 

Wertung: 9,5/12

 

Es vergeht kein Jahr ohne eine neue Platte von Joe Bonamassa. Nach „The Ballad Of John Henry“ (2009), „Black Rock“ (2010) und „Dust Bowl“ (2011) folgt mit „Driving Towards The Daylight“ der neuste Streich aus dem Hause Bonamassa. Daneben gibt es aber noch unzählige andere Projekte, bei denen er direkt oder indirekt seine Hände im Spiel hat. Wer immer irgendwo einen Gitarristen braucht, Joe Bonamassa kommt, stellt seinen Verstärker auf und stöpselt seinen verlängerten Arm ein. Mittlerweile hat er sich zu einem der prägendsten Gitarristen der Gegenwart entwickelt.

 

Dies möchte er im Sinne des Blues ausnutzen und diesen bei einem jüngeren Publikum wieder salonfähig machen. Das ist auch der Ansatz für „Driving Towards The Daylight“. Joe Bonamassa möchte mit dieser Platte eine ganz neue Generation, die jetzt gerade heranwächst, für den Blues begeistern. Es dürfte ihm gelingen! Besonders vor dem Hintergrund, dass der Mann momentan mit Fug und Recht als einer – wenn nicht gar als der – bedeutendste Gitarrist der Gegenwart bezeichnet wird.

 

Aufgenommen wurden die Songs in Malibu, Las Vegas und in Los Angeles. Unterstützung bekam er im Studio u.a. von Aerosmith Gitarrist Brad Whitford, Blondie Chaplan (Gitarre), Schlagzeuger Anton Fig, Arlan Schierbaum (Keyboards), Michael Rhodes am Bass, Carmine Rojas (Bass) und Pat Thrall (Gitarre). Alles Könner ihres Fachs und auch, wenn der gute Joe manchmal etwas unnahbar wirkt, so ist es immer wieder einer seiner großen Stärken, dass er auch anderen den Vortritt lassen kann. Es weiß um sein Können und muss nicht ständig alleine im Scheinwerferlicht stehen. Ein Höhepunkt ist dann auch „Too Much Ain´t Enough Love“ von Jimmy Barnes. Der Meister singt mit Reibeisenstimme dann auch gleich selber – Gänsehaut.

 

Über die Stimme von Joe Bonamassa streiten sich ja die Gelehrten. Diese ist sicher Geschmackssache, aber markant ist sie durchaus. Und neben seinem Gitarrenspiel ist es der unverwechselbare Gesang, der den Songs einen ganz eigenen Stempel aufdrückt. Und dies ist es auch, was „Driving Towards The Daylight“ so speziell und besonders macht. Immerhin werden hier Songs von so unterschiedlichen Künstlern wie Robert Johnson, Willie Dixon, Howlin´ Wolf, Bill Withers und Tom Waits interpretiert. Joe Bonamassa schafft das große Kunststück mit Hilfe seiner Mitstreiter alle zu seinen Songs zu machen. Er drückt den Dingern einen ganz eigenen Stempel auf und legt atmosphärisch sogar sein schlüssigstes Werk vor. Aus unterschiedlichen Epochen und von unterschiedlichen Songschreibern klingen diese Tracks wie füreinander gemacht!

 

Auf dem Album sind aber auch vier Eigenkompositionen zu finden. Das epische „Dislocated Boy“ baut sich zu einem wahren Bluesungetüm auf und zeigt, dass der Mann auch als Songschreiber eine ganze Menge dazu gelernt hat. Das balladeske „Driving Towards The Daylight“ ist mehr im klassischen Rock zu verorten. Bon Jovi wäre froh, er könnte noch so ein Ding schreiben! „Heavenly Soul“ ist im Grunde Standardkost, fügt sich aber sehr schön zwischen „Lonely Town Lonely Street“ und das verschleppte „New Coat Of Paint“ von Tom Waits ein. Das Gitarrensolo zu Beginn verleiht der Nummer übrigens eine ganz andere Richtung. Man vermisst zwar etwas den charismatischen Waits Grundton, aber Bonamassa macht daraus seine ganz eigne Show. Mit „Somewhere Trouble Don´t Go“ liefert er noch mal Blues und Rock der Extraklasse ab. Tolles Stück – man wird förmlich umgeblasen.

 

Fazit: Joe Bonamassa hat sich in den letzten Jahren zu einem stilprägenden Gitarristen empor gespielt. Akribische Arbeit und Können zahlen sich eben immer noch aus! „Driving Towards The Daylight“ ist bis hierhin sein schlüssigste Album. Tolle Interpretationen von alten Bluesgassenhauern und eigene Kompositionen geben sich die Klinke in die Hand und zeigen den Mann sowohl als Interpreten, wie auch als Songschreiber in Höchstform. Zusammen mit seinen Mitstreitern zelebriert er nicht nur Blues-Rock, sondern auch Classic-Rock, der allerdings gekonnt ins Jahr 2012 übertragen wird. Gut gebrüllt Joe!

 

http://jbonamassa.com/

 

Text: Torsten Schlimbach

Joe Bonamassa: Dust Bowl

Joe Bonamassa: Dust Bowl
Provogue Records/Rough Trade

 

Wertung: 9/12

 

Wann macht Joe Bonamassa eigentlich mal Pause? Oder Urlaub? Der Mann haut ein Album nach dem anderen raus und diese sind auch noch allesamt verdammt gut. Es gibt mit „Dust Bowl" schon wieder einen Nachschlag für die Fans und solche, die es noch werden wollen. Produziert hat die Kiste übrigens wieder Kevin Shirley. Dies ist somit schon die sechste Zusammenarbeit der beiden in fünf Jahren! Der Vorgänger „Black Rock" war ja recht erfolgreich und somit hat man auch am Aufnahmeort nichts verändert. Man traf sich wieder im Griechischen Santorini. Ein paar zusätzliche Aufnahmen in Ben´s Studio in Nashville, The Cave in Malibu und The Village Records in Los Angeles rundeten die Geschichte ab.


Und wie sieht nun das Ergebnis aus? Von „alles wie immer" bis hin zum „besten Album seiner Karriere" kann man da antworten. Mit anderen Worten: Joe Bonamassa hat im Verlaufe seiner Karriere durch die Bank gute bis sehr gute Alben aufgenommen und veröffentlicht. Man sollte das aber bitte nicht mit Stillstand verwechseln. Der Mann verfolgt nämlich auch immer eine Vision. Diesmal wollte er den Sound erdiger, rauer und extremer haben. Ist im gelungen und in gewisser Weise schlägt er somit eine Brücke zu seinen Anfängen.


„Dust Bowl" ist tief im Blues verwurzelt und bisweilen schleppen sich die traurigen Songs derart dahin, als hätte Bonamassa einen Pakt mit dem Teufel geschlossen. Gerade beim ausschweifenden „No Love On The Street" zeigt sich das und zudem unterstreicht diese Nummer nachhaltig, was er für ein Ausnahmetalent als Gitarrist ist. Dies verkommt nie zu einer bloßen Fingerübung auf dem Griffbrett. Nein, der Mann erzeugt mit seinem Instrument Emotionen und Gefühle. Anderes ist fest im Rock verankert und „The Whale That Swallowed Jonah" ist dann auch ganz in der Tradition der Band Black Country Communion aufgenommen. Ist ja auch kein Wunder, denn schließlich schwingt er auch dort die Axt.


Auf „Dust Bowl" kommt zudem ganz deutlich die Entwicklung von Bonamassa als Geschichtenerzähler zum Vorschein. In dieser Hinsicht geht das schon schwer in Richtung Singer/Songwriter und man merkt deutlich, dass er über die letzten Jahre auf diesem Gebiet einiges gelernt und eine gewisse Selbstsicherheit und Leichtigkeit gewonnen hat.


Neben jeder Menge Blues und Rock gibt es aber auch noch andere Spielarten zu entdecken. „Sweet Rowena" mit der Gitarrenlegende Vince Gill hat neben dem Blues auch noch eine Art Western-Saloon Atmosphäre zu bieten. Heraus ragt auch das Duett mit John Hiatt „Tennessee Plates". Die beiden spielen sich mit Stil und Klasse die Bälle zu und auch, wenn das vom Ursprung ein angestaubter Sound ist, klingt das regelrecht frisch. Das hat Schmiss und ist sogar extrem tanzbar. Sein Meisterstück hat er hier mit „Black Lung Heartache" abgeliefert. Das fängt zunächst wie ein beschwörender Indianertanz in der Wüste an, nur um im nächsten Moment als knochentrockener Rocker aus den Boxen zu rollen. Klasse!


Fazit: „Dust Bowl" unterstreicht erneut die Ausnahmestellung von Joe Bonamassa. Der Mann hat hier ein sehr erdiges und authentisches Album zwischen Rock, Blues und Country aufgenommen. Er besinnt sich wieder mehr auf seine Anfänge, wobei dieses Werk hier eine deutliche Weiterentwicklung als Geschichtenerzähler zeigt. Wer derart kreativ ist, darf ruhig jedes Jahr ein Album veröffentlichen. Das klingt zwar manchmal wie aus einer Zeitmaschine entsprungen, aber genau dieser Umstand macht diese Musik auch so wertvoll!


http://jbonamassa.com/


Text: Torsten Schlimbach

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