Hugo Helmig: Juvenile

Hugo Helmig: Juvenile

The Bank Music/Rough Trade

VÖ: 01.03.2019

 

Wertung: 7/12

 

Das sitzt der gute Hugo Helmig fix und fertig auf seinem Sessel. Vielleicht haben den jungen Dänen die Aufnahmen an seinem Debüt derart mitgenommen, dass das Covermotiv seinen Gemütszustand einfangen sollte. Einige Singles hat er ja schon im Rücken und jetzt soll „Juvenile“ also die nächste Karrierestufe zünden. Elf Songs sind auf dem Album gelandet. Elf Songs, die tatsächlich Hugo Helmig zu einem kleinen Stern am Popfirmament werden lassen könnten.

 

„Juvenile“ ist ein Album, welches durchaus viele Menschen abholen könnte. Man sollte schon einen ausgeprägten Hang für moderne Sounds und Popmusik haben. Hugo Helmig wird sicher Einzug in die weiblichen Teenagerzimmer halten. Seine Popmusik hat aber durchaus das Zeug dazu, auch Menschen einzufangen, die wesentlich älter als der 19-jährige sind. Und dann gibt es auch noch ein paar kleine Teile, die durchaus experimentierfreudig sind.

 

Ganz zum Schluss packt Helmig bei „Home“ auch noch Powerchords und ein Solo aus, als wären die 80er noch in vollem Gange. Man hört dem Album an der einen oder anderen Stelle durchaus an, dass er Mann seine ersten musikalischen Gehversuche als Kind auf der Gitarre und am Klavier gestartet hat. „Don´t Wait Up“ ist ein zeitgemäßer Einstieg in dieses Popalbum. Mit „Young Like This“ wird das mit melancholischen Zwischentönen fortgeführt. Die Gitarre ist präsent, aber letztlich ist das schon in ein Popgewand gekleidet. Das gefällt mitunter aber eben auch den Eltern der Teenager, die die Zielgruppe sind. „Please Don´t Lie“ geht dann schon eher in die Justin Bieber Richtung. Balladenfreunde werden mit „Posing For Pictures“ abgeholt.  

 

„Wild“ ist ein nettes Popnümmerchen, während „Eyes Wide Shut“ etwas zu glatt produziert ist. „Times Of War“ hat ein paar Spielereien und Stimmverfremdungen, die an James Blake erinnern. „One Plus One“ geht auch in diese Richtung. Mit „You Should Know“ ist eine weitere Ballade am Start.

 

Fazit: „Juvenile“ von Hugo Helmig bringt alles mit, um ein Erfolg zu werden. Wenn genug Leute von dem Album Wind bekommen und es entsprechende Einsätze im Mainstreamradio gibt, wird das schon werden. Es sind übrigens ganz nette Popnummern, die sich durchaus von dem Mist dieser Tage auf positive Weise unterscheiden.

 

https://www.facebook.com/hugohelmig/

 

Text: Torsten Schlimbach

Empfehlen Sie diese Seite auf:

Empfehlen Sie diese Seite auf:

Druckversion Druckversion | Sitemap Diese Seite weiterempfehlen Diese Seite weiterempfehlen
Dream Out Loud Magazin: © Torsten Schlimbach / Header: © Kai Knobloch