Hollis Brown: Ozone Park

Hollis Brown: Ozone Park

Mascot Label Group

VÖ: 07.06.2019

 

Wertung: 8/12

 

Die Geschichte vom Bandnamen taucht vermutlich in vielen Rezensionen zum neuen Album „Ozone Park“ auf. Diese ist aber auch zu gut, um sie nicht (noch mal) zu berichten. Hollis Brown wurde dem Bob-Dylan-Song „The Ballad Of Hollis Brown” aus dem 64er Werk „The Times They Are-a-Changin´” entnommen. Die New Yorker Band hat zudem ein großes Faible für Lou Reed und Velvet Ungerground und deren komplettes „Loaded“-Album gecovert. Hollis Brown sieht sich sowieso in der Tradition der großen Bands der 60er und 70er. Das neue Album „Ozone Park“ ist da keine Ausnahme und auch hier gibt es wieder jede Menge handgemachte und erdige Musik auf die Ohren.

 

Die zehn Songs erstrecken sich über 33 Minuten. Damit sollte auch klar sein, dass Hollis Brown ganz sicher kein Progrock-Werk aufgenommen hat. Das wird aber auch schon gleich zu Beginn mit „Blood From A Stone“ klar. Die soulige Nummer erinnert vielmehr an Simply Red! Mit „Stubborn Man“ bleibt man dem Genre dann auch treu, geht die Sache aber noch entspannter an. „She Don´t Love Me Now“ hätte sich auch auf „Give Out, but Don’t Give Up” von Primal Scream gut gemacht.

 

„Do Me Right” hat ein Gitarrenmotiv zu bieten, welches sich den ganzen Tag im Ohr festsetzt. Sowieso eine gute Nummer mit einer starken Hookline. „After The Fire“ ist danach nur akustisches sphärisches Geflirre. „Forever In Me“ mäandert auch eher langweilig dahin. „Someday Soon“ haftet etwas Luftiges an. Der Song ist eher in Indie-Gefilden zu finden. „The Way She Does It“ holt dann noch den Groove dazu, bevor „Bast Mistakes" es auch mal ordentlich krachen lässt. Zum Schluss wird mit „Go For It“ auch noch ein bisschen dem Funk gehuldigt.

 

Fazit: Hollis Brown haben mit „Ozone Park“ ein nettes, kleines Album in  der Tradition der 60er und 70er aufgenommen. Nicht, was man nicht schon zigfach gehört hätte, aber das macht die Sache ja nicht schlechter. Sehr viel Soul gibt es da zu hören, aber auch Funk und Rock. Wer auf handgemachte Musik steht, sollte das Album auf jeden Fall mal antesten!

 

https://www.hollisbrown.com/

 

Text: Torsten Schlimbach

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Dream Out Loud Magazin: © Torsten Schlimbach / Header: © Kai Knobloch