Hercules & Love Affair: Omnion

Hercules & Love Affair: Omnion

mr.intl/Skint/BMG

VÖ: 01.09.2017

 

Wertung: 9/12

 

Der New Yorker DJ Andrew Butler veröffentlicht mit „Omnion“ mal wieder ein Album unter dem Pseudonym Hercules & Love Affair. Als Konstante stand ihm dabei mal wieder sein Freund Gustaph zur Seite. Für den Gesang hat er sich sowieso wieder höchst interessante Gäste eingeladen. Für das bedrückende „Fools Wear Crowns“ konnte er allerdings keinen hinter das Mikrofon locken. Butler war schwer drogensüchtig und das ist sein Entschuldigung und der Versuch einer Wiedergutmachung bei seiner Familie. Der Song ist zu persönlich, den konnte er nur selber singen.

 

Faris Badwan von The Horrors, der einflussreichsten arabischen Indieband Mashrou‘ Leila, die New Yorker Singer-Songwriterin Sharon Van Etten und die isländische Frauengruppe Sísý Ey sind auf dem Album ebenso zu hören, wie auch erneut Rouge Mary. „Omnion“ ist somit extrem vielfältig – Musik wie Gesang. „Controller“ hört sich beispielsweise wie eine Mischung aus OMD und New Order an. „Rejoice“ mit Rouge Mary ist tanzbar bis der Arzt kommt. Die Antwoord fällt einem da ein. „Are You Still Certain?“ hingegen hat schon etwas Meditatives und „Running“ mutet gar sehr sphärisch an. Der Gesang passt perfekt und bringt auch noch etwas Soul in die Clubatmosphäre.

 

„Lies“ bleept und beept, ist aber auch verträumter Dancepop. „Wildchild“ gefällt durch eine gewisse Angriffslustigkeit. Neben den ganzen elektronischen Anleihen fällt immer wieder auf, dass die Tracks allesamt durch tolle Hooklines und Melodien überzeugen. Das ändert sich auch mit dem fluffigen „Me Curse & Cure“ nicht. Das tolle „Through Your Atmosphere“ schließt sich nahtlos an und schäumt vor Hitqualitäten nur so über. Mit dem epischen „Epilouge“ entschwebt „Omnion“ schließlich in die unendlichen Weiten.

 

Fazit: „Omnion“ von Hercules & Love Affair ist ein tolles und - auch aufgrund seiner Gäste - abwechslungsreiches Album geworden. Überall lauern tolle Hooklines, Melodien, die die Ohren nicht so schnell verlassen und dann ist das auch noch extrem tanzbar, manchmal auch verträumt. Wenn schon Dancemusik, dann aber bitte so!

 

http://herculesandloveaffair.net/

 

Text: Torsten Schlimbach

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