Head Cat: Walk the Walk...Talk the Talk

Head Cat: Walk the Walk...Talk the Talk

Niji Entertainment Group

VÖ: 01.07.2011

 

Wertung: 10/12

Tipp!

 

Was nur die Wenigsten wissen, Head Cat wurde bereits im Jahre 2000 gegründet. Die drei von der Rocktankstelle – Lemmy Kilmister, Slim Jim Phantom und Danny B Harvey – waren an einem Elivs Tribute Special beteiligt und schnell war ein gemeinsamer Nenner gefunden. Die Liebe zu ehrlichem Rock and Roll stellte die Verbindung dar und Head Cat war geboren. Wenn sich drei Legenden zusammenfinden, dann muss dabei schon etwas ganz Spezielles herauskommen. Im Falle von Head Cat kann man dies nur eindeutig bejahen!

 

Mit „Walk the Walk...Talk the Talk“ folgt nun ein neuer Streich der drei älteren Herrschaften. Aber Vorsicht, es dürfte klar sein, dass diese Besetzung mehr Pfeffer im Hintern hat, wie die ganzen Jungspunde zusammen. Head Cat zeigen den Grünschnäbeln mit diesem Album jedenfalls mal wieder wie es geht. Das zielt voll auf die Zwölf und macht keine Gefangenen. In 27 Minuten ist alles gesagt. Zwölf Songs knallen einem die drei Herren den Rock and Roll um die Ohren.

 

Hier wird alles durch den Fleischwolf gedreht, was irgendwie nach Rockabilly, Blues und eben waschechtem Rock klingt. Das hat Drive und wenn Lemmy „Say Mama“ anstimmt, dann sollte dazu bitte auch das Tanzbein geschwungen werden. Mit „American Beat“ lärmen Head Cat zwar gleich ordentlich los, aber spätestens mit „I Ain´t Never“ wird zum Tanztee aufgespielt. Ja, das gefällt auch der Mutti und dürfte Erinnerungen wecken, an die Zeit als die Rockmusik noch in den Kinderschuhen steckte. Nicht, dass wir und falsch verstehen, was hier auf die Orgel gelegt wird, hat Schmiss. Der Spaß steht eindeutig im Vordergrund.

 

Hat man Lemmy eigentlich schon mal deutlicher singen hören wie bei „Bad Boy“ oder dem unkaputtbaren „Shakin´ All Over“? Es macht einfach Spaß der Truppe zuzuhören. „Something Else“ ist einfach purer und ungeschliffener Rock and Roll. So sollte es sein! Neben der Albumeröffnung gibt es zwischen den ganzen Coverversionen mit „The Eagles Flies On Friday“ noch eine weitere Eigenkomposition. Verdammte Axt. Das ist purer Blues! Verdammt guter Blues. Natürlich darf auch ein Lennon/McCartney Track nicht fehlen. Man entschied sich für „You Can´t Do That“. Mit „Crossroads“ haben Head Cat den passenden Schlusspunkt ausgesucht. Ein dickes Ausrufezeichen eben!

 

Fazit: Wenn sich drei lebende Legenden zusammentun, dann gibt es eigentlich nur zwei Optionen: das Ergebnis ist komplett für die Tonne oder es entsteht etwas ganz Großartiges. Im Falle von Head Cat ist letztere Option zutreffend. Die drei Herrschaften knallen hier einem ihren Rock and Roll um die Ohren. Hier steht eindeutig der Spaß im Vordergrund und das überträgt sich auch auf den Zuhörer. So geht erdiger Rock! Meine Herren, ich bedanke mich!

 

www.theheadcat.com

 

Text: Torsten Schlimbach

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