Gary Hoey: Neon Highway Blues

Gary Hoey: Neon Highway Blues

Mascot Label Group/Rough Trade

VÖ: 15.03.2019

 

Wertung: 8,5/12

 

Gary Hoey ist in vielen Musik-Genres beheimatet. In seiner beachtlichen Karriere, die nun auch schon dreißig Jahre andauert, hat er völlig unterschiedliche Alben und Musik aufgenommen und komponiert. Seine Wurzeln hat der Mann aber unverkennbar im Blues. Das spürt und das hört man immer dann besonders, wenn er sich auf dieser Spielwiese mal wieder austobt. Sein neues Album „Neon Highway Blues“ tritt in dieser Hinsicht wieder den Beweis an und überzeugt. Die Platte nahm er in seinem eigenen Studio auf. Die Produktion gab er gar nicht erst in fremde Hände ab und übernahm selbige auch noch. Herausgekommen sind elf bluesgetränkte Songs.

 

Für „Under The Rug“ wurde ihm Eric Gales zur Seite gestellt und für „Mercy Of Love“ Josh Smith. Lance Lopez unterstützt den Mann bei „Damned If I Do“. Besonderes Highlight dürfte für den guten Gary die Zusammenarbeit mit seinem Sohn gewesen sein, der bei „Don´t Come Crying“ dabei ist. Das Album ist als Gesamtes aber letztlich durch und durch eine Gary Hoey-Show. „Still Believe In Love“ kriegt zu dem Blues noch so ein bisschen Brian Setzer-Swing mit auf den Weg. Überhaupt ist der Blues auf diesem Album sehr vielfältig ausgearbeitet worden. Das schon erwähnte „Under The Rug“ ist beispielsweise sehr funky. „Mercy Of Love“ ist dagegen fast klassisch ausgefallen. Langsam schälen sich die Gitarrenmotive aus den Boxen.

 

„Your Kind Of Love“ bringt noch ein bisschen Rock mit, während „Damned If I Do“ fast schon heavy anmutet. Blues darf eben auch mal ordentlich stampfen. „Living The Highlife“ ist rhythmisch sehr lässig angelegt worden. „Almost Heaven,  „Waiting On The Sun“ und der Titeltrack „Neon Highway Blues” sind übrigens reine Instrumentalstücke und unterstreichen, dass das Genre eben auch sehr gut ohne Gesang auskommt.

 

Fazit: Gary Hoey stellt mit „Neon Highway Blues“ mal wieder unter Beweis, der er sich im Blues-Genre vermutlich immer noch wohler als in allen anderen Sparten fühlt. Er deckt mit den elf Songs die ganze Bandbreite und Palette des Genres ab. Das macht schon Laune und wer etwas für den Blues übrig hat, sollte dieses Album dieses Jahr definitiv auf dem Zettel haben!

 

http://garyhoey.com  

 

Text: Torsten Schlimbach

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Dream Out Loud Magazin: © Torsten Schlimbach / Header: © Kai Knobloch