Flo Mega: Bäms!

Flo Mega: Bäms!

Styleheads Music/Groove Attack

VÖ: 05.04.2019

 

Wertung: 8/12

 

„Bäms!“ da ist das neue Album von Flo Mega! Es ist das dritte Langwerk. Der Bremer kann allerdings auf eine stattliche Anzahl an EPs blicken. Derer sind es nun auch schon acht Stück. Der Mann hat zudem mit einer Menge seiner Kollegen zusammengearbeitet. Von den Fanta 4 bis zu Mark Forster reicht die illustre Gästeriege! Auch auf „Bäms!“ kann er auf die Unterstützung einiger Weggefährten blicken.

 

Das Album ist durchaus richtig und wichtig! Es verbreitet in diesen nicht immer leichten Zeiten eine musikalische Unbeschwertheit. Dies gilt insbesondere für „Atomrakten“ in einem Soul-, Funk- und Pogewand. Textlicht ist das aber eher ein schweres Kaliber und legt den Finger in eine der Wunden dieser Zeit. Der Auftakt mit „Bäm (Da Isser)“ ist ein ziemliches Brett. Das ist gleichzeitig auch eine Hommage an James Brown. Kwam.E, Chefboss und Das Bo sind mit am Start. Das Ding macht Laune. Wanja Janeva ist die Duett-Partnerin bei „1001 Stadt“. Das ist wohl das, was man im Jahr 2019 urbanen Pop nennt. „Ferddich“ ist lässiger Pop, der seine Paten nicht verleugnen kann. „Besoffen“ ist im nervigen Autotune-Modus leider eher etwas daneben.

 

„Niemand Ist Wie Du“ ist eine Liebeserklärung im Flo Mega-Style – kann man machen. „Limbus Infernal“ ist lässig, aber wenn direkt danach „F.U.N.K.“ folgt, verblasst alles. Die Fanta 4 machen die Nummer zu einer ganz großen Show. „Arschlochengel“ hat Wortwitz, aber das trifft ja im Grunde auf jeden Song zu. Und spätestens mit dem smoothen „SGHTMRGT“ weiß man, dass „Bäms!“ ein sehr gelungenes Ding ist.

 

Fazit: Schön, dass es Leute wie Flo Mega gibt. „Bäms!“ ist ein fluffiges Werk zwischen Soul, Funk, Pop und ein bisschen HipHop. Der Bremer besticht wieder durch seinen Wortwitz, spart dabei ernste Themen zum Glück nicht aus. „Bäms!“ ist als Einheit ein positiver musikalischer Mutmacher in diesen schwierigen Zeiten.

 

http://flomega.de/

 

Text: Torsten Schlimbach

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Dream Out Loud Magazin: © Torsten Schlimbach / Header: © Kai Knobloch