Fink: Resurgam

Fink: Resurgam

R´Coup´D/Ninja Tune/Rought Trade

VÖ: 15.09.2017

 

Wertung: 9/12

 

Fin Greenall hat seine Band Fink wieder zusammentrommelt und ein neues Album aufgenommen. Tim Thornton an Schlagzeug und(!) Gitarre, sowie Guy Whittaker am Bass sind fester Bestandteil der Band. Mit Produzenten-Legende Flood hat man diesmal aber noch eine Hochkaräter in das Studio gebeten, der „Resurgam“, so der Titel der neuen Platte, auch ganz gehörig seinen Stempel aufgedrückt hat. Die Songs des neuen Albums haben teilweise schon eine lange Reise auf dem Buckel, aber richtige Demos gab es trotzdem nicht, denn bei Flood könnte alles sofort auf dem Album landen.

 

Die Atmosphäre von „Resurgam“ ist fast durchweg dunkel, um nicht zu sagen: düster! Lediglich der letzte Song, „There´s Just Something About You“, lässt etwas Licht am Ende des Tunnels erkennen. Die Nummer geht auch am ehesten in die Indierock-Richtung. Die neun übrigen Songs schweben, sind langsam, aber auch überraschend groovy. Dazu gesellt sich die Singer/Songwriter-Attitüde von Greenall. Die ersten Worte des Openers und Titeltracks „Resurgam“ gehen einem durch Mark und Bein. Ein monotoner Beat, ein paar Licks auf der Gitarre und ein paar flirrende Sounds reichen vollkommen aus, damit man in dieses Album hinein gesogen wird. „Day“ trägt deutlich die Handschrift von Flood. Sensationeller Kopfnickertrack.

 

„Cracks Appear“ holt noch ein paar schöne Tastenklänge hinzu. Kompositorisch ist das stark. Hier zeigt sich auch, dass mit wenigen Mitteln ganz viel erreicht wird. Der Gesang bereitet einem diese wohlige Gänsehaut, die feine Gitarrenverspieltheit ist ganz groß und natürlich ist auch diese Nummer wieder groovig. „Word Of The Wise“ ist fast schon als klassischer Singer/Songwriter-Song zu bezeichnen. Traurige Nummer. „Not Everything Was Better In The Past“ (stimmt!) geht in eine ähnliche Richtung, aber die flirrende Gitarre im Hintergrund sorgt für ganz viel Atmosphäre. „The Determinded Cut“ ist verspielt, biegt sogar auf einen jazzigen Highway ab, während „Godhead“ eher wieder in der Indierock-Ecke zu finden ist. „This Isn´t A Mistake“ ist minimalistisch und „Covering Your Tracks“ elektronisch stark angehaucht, auf seine Art aber auch sehr sakral.

 

Fazit: Fink veröffentlichen mit „Resurgam“ ein verdammt starkes Album. Es ist keine laute Platte, eher eine düstere. Es ist auch kein Rockalbum, aber auf seine Art ist das tanzbar. Das Songwriting ist großartig und der Sound erstklassig. Man hört hier ganz deutlich die Handschrift von Flood heraus, der dieses Album soundtechnisch, aber auch mit seinen Ideen, zu etwas Besonderem gemacht hat.

 

https://www.finkworld.co.uk/

 

Text: Torsten Schlimbach

S U C H E
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