Devil May Care: Echoes

Devil May Care: Echoes

Uncle M Music/Cargo Records

VÖ: 15.03.2019

 

Wertung: 8/12

 

Trauer und Verlust wurden schon ganz oft mittels Musik verarbeitet. Herausgekommen sind da stets nachhaltige Songs, die zu Herzen gehen. Dies kann sich in vielfältiger Form äußern. Laut und leise, Wut und die Frage nach dem Warum? Devil May Care erzählen auf ihrem Album „Echoes“ nun ein kleines bisschen davon. Sänger Tim Heberlein thematisiert hier den Tod seines Vaters. Sein Vater hat selber Bass gespielt und den Grundstein für das Musikinteresse seines Sohnes gelegt. „Echoes“ hat dreizehn Songs am Start, die aber nicht nur Vollgas geben.

 

Ganz stark ist das Songtrio „Empathy“, „Echoes“ und „Ghosts“. Erstgenannter Song ist ein sehr melodischer Track, der in Richtung Punk geht, „Echoes“ - nur mit Gesang und Gitarre – das zentrale Stück des Albums, welches für Tränen im Knopfloch sorgt und der dritte Track in diesem starken Bunde, der wütende Brecher. Das Schlagzeug treibt den Bass vor sich her, dieser wiederum pumpt was die Saiten hergeben, die Gitarren jaulen und der Gesang gibt die ganze Klaviatur eines Genres wieder.

 

Mit „Dead Ember“ knüppelt sich die Band in das Album hinein. Die Scream Parts sorgen als Stopper für den Übergang in den melodischen Refrain, bevor danach wieder weiter geknüppelt wird. Post-Hardcore ohne Kompromisse, aber trotzdem höchst melodisch. „Hollow Promises“ bringt danach den Punk mit. „On Wings Of Wax“ geht gar als Emo durch. In der richtigen Stimmung wird dieses Album beim Zuhörer für so manche Gänsehaut sorgen. Da macht es auch nichts, dass zwischendrin etwas die zündenden (musikalischen) Ideen fehlen. „Odyssey“ ist da der Weckruf zur richtigen Zeit. „Wake Me Up“ beendet das Album – lässt man mal den Scream Part außen vor - letztlich im Bad Religion-Style.

 

Fazit: „Echoes“ von Devil May Care setzt sich mit dem Tod des Vaters ihres Sängers auseinander und ist somit natürlich höchst emotional ausgefallen. Musikalisch pendelt das zwischen Post-Hardcore, Punk und Emo. In der Mitte gibt es ein bis zwei Längen, aber insgesamt ist das ein gutes und würdiges Album.

 

https://devilmaycare.band/

 

Text: Torsten Schlimbach

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Dream Out Loud Magazin: © Torsten Schlimbach / Header: © Kai Knobloch