Clowns: Nature/Nurture

Clowns: Nature/Nurture

Fat Wreck Chords/Uncle M Music

VÖ: 12.04.2019

 

Wertung: 9/12

 

Wer gepflegten Hardcore Punk schätzt, dürfte die letzten Jahre an den Australiern von Clowns nicht vorbeigekommen sein. Das vierte Studioalbum „Nature/Nurture“ wird daran zum Glück nichts ändern. Die DIY-Attitüde hat sich die Kapelle beibehalten und in der Heimat wird dann auch tatsächlich alles alleine bewerkstelligt. Ansonsten ist die Band bei Fat Wreck Chords untergekommen, was sicher auch nicht die schlechteste Adresse ist.

 

Auf dem neuen Album haben die Clowns ihren eigenen Stil und Sound perfektioniert. Die Gitarren rasen, das Schlagzeug prescht nach vorne und doch wird das Tempo auch mal gedrosselt und dann gibt es auch ein paar melancholische und nachdenkliche Melodiebögen. Stevie Williams bellt dazu wie ein läufiger Köter, wohingegen Bassistin Hanny J ihre Stimme fast zärtlich einsetzt. Starke Gegensätze und wer dabei an Fucked Up denkt, liegt damit gar nicht so weit daneben.

 

Auffallend ist die zunehmende Düsternis, die Songs wie „Prick“ oder „Prey For Us“ auszeichnet. Das hier ist bestimmt kein Fun Punk! „Nurture“ fährt ganz zum Schluss auch noch eine Sitar auf. Die Band ist für alles offen, da hat die Genre-Polizei Pech gehabt. Letztlich muss man der Band und dem Album attestieren, dass der Punk noch lange nicht tot ist und „Nature/Nurture“ das beste Album von Clowns ist!

 

Fazit: Die Australier veröffentlichen mit dem vierten Studioalbum eine Melange aus Hardcore und Punk bis hin zum Mathcore. Es ist ein erwachsenes Werk, welches zwischen Brachialität und Eingängigkeit stets die perfekte Balance findet. Daumen hoch!

 

https://clownsband.bandcamp.com/

 

Text: Torsten Schlimbach

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Dream Out Loud Magazin: © Torsten Schlimbach / Header: © Kai Knobloch