Cadet Carter: dito

Cadet Carter: dito

Uncle M Music

VÖ: 26.01.2018

 

Wertung: 7/12

 

Die Mitglieder von Cadet Carter haben im Grunde schon ein ganzes Musikerleben hinter sich. Die Hörner wurden sich in verschiedenen anderen Kapellen abgestoßen und so manche Erfahrung gesammelt – gute wie schlechte. Jetzt hat man sich in einer Konstellation zusammengefunden, bei der dann auch der gemeinsame Nenner passt. Die Münchner wissen jetzt was sie wollen und was nicht. Für das vorliegende Album bedeutet das in erster Linie handgemachter Indierock.

 

Neun Songs hat man für das Album ausgewählt. Diese glänzen jetzt nicht mit Ecken und Kanten, aber schmissigen und guten Hooklines, die sich gerne beim Hörer festbeißen. Die Atmosphäre ist teilweise mit einer großen Portion Melancholie aufgeladen. „Car Park Song“ hat beispielsweise so Singalong-Momente, die auf jedem Konzert gut kommen werden. „Loose End“ kann ebenfalls damit aufwarten und kommt musikalisch auch recht knackig daher. „Settle Me Down“ spannt den Bogen von Indierock zu Punk. „Indiescret Romance“ holt dann noch den Emorock dazu.

 

„Don´t Fail Me“ macht da weiter, ist aber auch mit fluffigem Folk versehen. Das ist schön entschlackt und hier wird dem Song genug Platz zum Atmen gelassen. Weglassen und nicht überladen. Das trifft im Grunde auf jede Nummer zu. Trotzdem ist bei der Produktion noch Luft nach oben und teilweise klingt das etwas dünn. „About You“ wird live sicher auch der Knaller, aber auch hier ist das etwas zu brav geraten. Die Instrumente sind zu weit hinten, die Stimme zu weit vorne. „Meet Me Tonight“ kommt auf den letzten Metern noch mal als gefälliger College Rock daher, bevor „Demons“ das Album in ganz ruhigen Gewässern beendet.

 

Fazit: Cadet Carter haben ein nettes, kleines Album zwischen Indie- und College Rock aufgenommen. Ein bisschen Punk, ein bisschen Emo und fertig ist ein fluffiges Werk. Die Produktion ist etwas dünn und die Instrumente für meinen Geschmack zu weit hinten. Man hört hier nämlich sehr gut, dass da live einiges gehen wird und da gerne im Kollektiv durchgedreht werden kann.

 

http://www.cadetcarter.com/

 

Text: Torsten Schlimbach

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Dream Out Loud Magazin: © Torsten Schlimbach / Header: © Kai Knobloch