Bruno Major: A Song For Every Moon

Bruno Major: A Song For Every Moon

Kobalt Music/July Records

VÖ: 31.08.2017

 

Wertung: 8/12

 

Der junge britische Songschreiber Bruno Major veröffentlicht mit „A Song For Every Moon“ nun eine Art Songzyklus. Der Mann hat sich selber eine Deadline auferlegt. Nein, nicht das Album betreffend, aber für jeden Song! Mit der finalen Single „On Our Own“ hat er nämlich sein Versprechen eingelöst jeden Monat einen Song zu schreiben und aufzunehmen. Folgerichtig finden sich nun auf besagtem „A Song For Every Moon“ zwölf Stücke wieder. Hier kann man dann auch die Entwicklung von Major über ein komplettes Jahr nachvollziehen. Das hört sich trotzdem wie aus einem Guss an.

 

So leicht lässt sich das alles sowieso nicht einordnen. Im Grunde seines Herzens ist der Mann ein Singer/Songwriter. Er bedient sich dabei aber vielerlei Richtungen und Stile. „Wouldn´t Mean A Thing“ ist beispielsweise Folk im Gewand von pluckernden Klängen und Gospelanleihen im Hintergrund. Was sich seltsam liest, passt aber hervorragend zusammen. Auch „There´s Little Left“ lebt von den Beats und einem fast schon zärtlichen Gesang. James Blake ist das nicht unähnlich und trotzdem hat die Geschichte auch Soul. Die Gitarre ist herzergreifend schön.

 

„The First Thing You See“ ist wiederum von Folk geprägt. Nicht diese altbackene Form, sondern auf eine aufregende Weise fest im Jahr 2017 angekommen. Mit dem schönen „Easily“ gibt es fluffigen Pop mit einem sehr schönen Gitarrenmotiv. Übrigens singt Major immer recht intuitiv, wodurch die Geschichte zusätzlich an Intensität gewinnt. „Home“ ist die Singer/Songwriterschule, allerdings gibt es da auch Anleihen zur Filmmusik bis hin zum Croonertum. Oder Ed Sheeran. Darf man das so sagen? „Home“ wirkt etwas abgehackt, geht aber auch eher in Richtung Score. „Just The Same“ ist Gospelmusik mit modernen Mitteln. Danach geht das süßliche „Second Time“ fast ein wenig unter, auch wenn es ähnlich ausgerichtet wurde. Auch „Fair-Weather Friend“ ist unspektakulär und hört sich an, als wäre dem Mann in dieser Phase nicht sonderlich viel eingefallen. Er wiederholt sich.

 

Dagegen ist „Places We Won´t Walk“ ein schönes Kleinod. Mit wenigen Mitteln schafft es der Mann ganz viel Atmosphäre zu kreieren. „Cold Blood“ wirkt danach fast wie fröhliche Popmusik. Das traurige „On Our Own“ beendet schließlich den Zyklus.

 

Fazit: Bruno Major hat seine Songsammlung der letzten zwölf Monate unter dem Titel A Song For Every Moon“ zusammengefasst. Zwischen Pop, Gospel, Beats und Folk hat der Mann sehr viele schöne Momente geschaffen. Im Grunde seines Herzens ist er Singer/Songwriter, hat das aber teilweise aufregend aufbereitet. Letztlich ist das eine schöne Songsammlung!

 

https://www.facebook.com/MrBrunoMajor/

 

Text: Torsten Schlimbach

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