Beatrix Players: Magnified

Beatrix Players: Magnified

Edel

VÖ: 31.03.2017

 

Wertung: 7/12

 

Amy Birks, Amanda Alvarez und Jess Kennedy veröffentlichen unter dem Namen Beatrix Players mit „Magnified“ ein verträumtes Album. Der Bandname ist übrigens von dem lateinischen Viatrix abgeleitet. Man kann daran schon ablesen, dass das Trio eine Vorliebe für romanische Mythologie hat. Gegründet wurde die Band in London. Die drei Damen merkten schnell, dass sie musikalisch perfekt miteinander harmonieren und ähnlich ticken.

 

„Magnified“ ist in großen Teilen ein trauriges Werk. Der wunderschöne feenhafte mehrstimmige Gesang wird meist nur von Pianoklängen begleitet. Wer dabei an eine Tori Amos denkt, liegt damit gar nicht so falsch. Die Lieder drehen sich um die großen und kleinen Dinge: Alltagskrisen, Beziehungen, Liebesleben.

 

"Ihre Einflüsse sind vielfältig, wie auch ihre Herkunft. Amy Birks, Sängerin und Lyrikerin, kommt aus Staffordshire, hat die Technologie der Musik eingehend studiert und orientiert sich an den Songschreibern der 60er und 70er Jahre. Amanda Alvarez nahm ihr Cello und machte sich von Madrid auf den Weg in die englische Hauptstadt. Im Gepäck die Experimentierfreudigkeit mit Punk und Bach zu spielen und Jess Kennedy, die australische Pianistin, Begleitstimme und Co-Schreiberin überzeugt mit ihrer Anlehnung an Chopin und Beethoven aber scheut sich auch nicht vor der Dunkelheit eines Sergei Rachmaninoff."

 

Es liegt ja in der Natur dieser musikalischen Ausrichtung, dass diese eine Nähe zur Klassik hat. Auch Elemente von Folk sind nicht von der Hand zu weisen. Wenn „Magnified“ ein Schwäche hat, sofern man das überhaupt so bezeichnen darf, dann ist es der fehlende Spannungsbogen. Jeder Song ist für sich gesehen ein Kleinod, aber die Variationen sind dann doch eher spärlich gesetzt. Das etwas opulenter ausgearbeitete „Not For The First Time“ sticht dabei noch heraus. Auch hier schwingt natürlich eine große Portion Melancholie mit. „Mole Hill“ erinnert auf eine schöne Art an Kate Bush. Ein Song wie „Walk Away“ ist unglaublich entschleunigend. Hinsetzen, Augen schließen und genießen! „Unpolished Pearls“ ist vom Pianospiel deutlich hörbar von Tori Amos inspiriert. Das verträumte „Roses“ beendet das Album schließlich mit einem dicken Ausrufezeichen. Taschentücher bereitlegen!

 

Fazit: „Magnified“ ist ein schönes, verträumtes Album zwischen Folk und Klassik, zwischen Tori Amos und Kate Bush. Die Songs, die oftmals traurig und melancholisch sind, entfalten fast schon eine meditative Wirkung. Die drei Damen der Beatrix Players harmonieren gesanglich zudem sehr gut. Wenn es „Magnified“ an etwas mangelt, dann ist es die Abwechslung. Die Songs gleichen sich über die volle Distanz doch zu sehr. In der richtigen Stimmung ist das aber alles sehr beruhigend und entschleunigend.

 

http://www.beatrixplayers.co.uk/

 

Text: Torsten Schlimbach

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