Ayreon: The Source

Ayreon: The Source

Theories Recordings / Mascot Label Group

VÖ: 28.04.2017

 

Arjen Lucassen lädt wieder zu einer seiner Rockopern ein. Oder sollte man Heavy Metaloper sagen? Eigentlich sollte „Forever“ ja längst abgeschlossen sein, aber mit dem nun vorliegenden „The Source“ greift er – natürlich unter dem Banner von Ayreon – das wieder auf und fügt der Geschichte ein gänzlich neues Kapitel hinzu. Was Mitte der 90er begann, findet nun seine Fortsetzung oder vorläufiges Ende. Wobei man da vorsichtig sein muss, denn ein Ende scheint es bei Lucassen und Ayreon nicht zu geben.

 

Mal ein paar Namen in den Ring geworfen: James LaBrie (Dream Theater), Tommy Giles Rogers (Between the Buried And Me), Simone Simons (Epica), Mike Mills (Toehider), Floor Jansen (Nightwish), Hansi Kürsch (Blind Guardian), Michael Eriksen (Circus Maximus), Tobias Sammet (Edguy, Avantasia), Nils K. Rue (Pagan's Mind), Zaher Zorgati (Myrath), Tommy Karevik (Kamelot) und Russell Allen (Symphony X). Noch Fragen? Auch die beteiligten Musiker lesen sich wie eine ganz feine Auslese, aber natürlich hat Lucassen auch wieder jede Menge Instrumente selbst eingespielt.

 

Die Geschichte von „The Source“ liest sich wie folgt: Vor über sechs Milliarden Jahren gab es in der Andromeda-Galaxie einen Planeten namens Alpha. Dort hatte die künstliche Intelligenz die der Menschheit bereits weit übertroffen. Alpha steuerte auf eine massive ökologische und politische Krise zu, die alles menschliche Leben bedrohte. Um sich zu retten, wandten sich die „Alphans“, also unsere Vorfahren, in ihrer Verzweiflung schließlich an den Großrechner „The Frame“. Nachdem sie dem Supercomputer jedoch die absolute Kontrolle über den Planeten übertragen hatten, kam dieser zu dem Schluss, dass seine Erschaffer selbst die Wurzel allen Übels waren und ausgelöscht werden mussten. Die Alphans sahen keine andere Möglichkeit, als zu fliehen, um ihrem schrecklichen Schicksal zu entkommen. Doch die Flucht forderte einen schrecklichen Preis.

 

Musikalisch ist das ganz nett, aber es braucht schon ein ganz besonderes Faible um das Gesamtpaket zu mögen. Hier wird ja alles aufgefahren, was das Genre ausmacht: Bombast, Pathos, Theatralik, aber natürlich auch jede Menge handwerkliches Können. Da hat sich schon einer ganz viele Gedanken gemacht. Das ist weitestgehend natürlich auch Progrock mit futuristischen Anleihen. Mich erreicht das leider so überhaupt nicht und darum gibt es an dieser Stelle auch keine Wertung.

 

http://www.arjenlucassen.com/content/

 

Text: Torsten Schlimbach

S U C H E
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Dream Out Loud Magazin: © Torsten Schlimbach / Header: © Kai Knobloch