ANTI-FLAG: The General Strike

ANTI-FLAG: The General Strike
Side One Dummy Records/Cargo Records
VÖ: 17.03.2012

 

Wertung: 7,5/12


Eins muss man ANTI-FlAG ja lassen, es ist nie auch nur im Entferntesten unklar, worum es der Band geht. Das neue Album ist da mal wieder keine Ausnahme und schon der Albumtitel lässt in dieser Hinsicht keine Fragen offen: „The General Strike“. Mittlerweile sind sie auch wieder labeltechnisch dort angekommen, wo sie sich eigentlich sehen, nämlich im Untergrund. DIY ist wieder die Devise und alles liegt in der Hand der Punkveteranen.

Im Grunde ist alles wie immer und es werden die Missstände der politischen Welt angeprangert. Dass mit Obama nicht alles gut wurde, haben auch ANTI-FLAG gemerkt. Der arabische Frühling und die Occupy Bewegung hinterließen ebenfalls  Spuren. Die Bandmitglieder fanden sich folgerichtig auch auf verschiedenen Demonstrationen wieder und entwickelten sich für viele Menschen zu einer Art Sprachrohr.

Diese Wut kommt nun in den teilweise brachialen Songs von „The General Strike“ zum Ausdruck. Melodien und Hooklines bleiben dabei aber nicht auf der Stecke und zwischen Hardcore-Punk gibt es auch wieder genug Material, welches man gerne mitträllern darf. Es werden aber nicht nur Hasstiraden auf alles und jeden losgelassen, sondern mit viel Wortwitz die Themen aufgearbeitet. Dass dabei auch so manche Parole abfällt, für die man sich eigentlich viel zu alt fühlt, versteht sich von selbst!

Fazit: ANTI-FLAG legen mit „The General Strike“ mal wieder den Finger in die politischen Wunden. Zwischen melodischem Punk und Hardcore-Elementen schreien sie einem die Ungerechtigkeiten direkt ins Gesicht, lassen dabei aber den Humor nicht vor der Tür stehen. Gerade für eine jüngere Generation ist dies ein explosives Gemisch. Aber mal ehrlich, einer muss den Job ja machen – auch für uns Älteren!

http://www.anti-flag.com/

Text: Torsten Schlimbach

S U C H E
Loading

Empfehlen Sie diese Seite auf:

Druckversion Druckversion | Sitemap Diese Seite weiterempfehlen Diese Seite weiterempfehlen
Dream Out Loud Magazin: © Torsten Schlimbach / Header: © Kai Knobloch