Angry Youth Elite: Ready! Set! No!

Angry Youth Elite: Ready! Set! No!

Sportklub Rotter Damm/Indigo/Uncel M

VÖ: 25.05.2018

 

Wertung: 7,5/12

 

Angry Youth Elite haben sich den guten, alten Skatepunk zur Brust genommen und daraus ein Album gezimmert. „Ready! Set! No!“ kommt bei zwölf Tracks in geschmeidigen 25 Minuten auf den Punkt. Man muss kein Mathegenie sein, um festzustellen, dass es hier keine Songs von epischem Ausmaße auf die Ohren gibt. „Keep Moving On“ und „A Rebel Song?“ kommen immerhin auf mehr als drei Minuten. „Pissed“ schafft es so gerade noch die Minute dann auch voll zu machen. Ein Brett, wie es der Songtitel vermuten lässt.

 

Aufgenommen wurde die Sause in den Blasting Room Studios. Jason Livermore betreibt selbiges mit Descendents-Drummer Bill Stevenson. Bei Livermore darf man durchaus das Wort Produzentenlegende in den Mund nehmen – zumindest für den Punkrock. Der Mann hat schon Rise Against und Hot Water Music betreut und für so manches amtliche Album gesorgt. Für das Angry Youth Elite-Album war allerdings Jörg Siegeler verantwortlich.

 

Müsste man das jetzt einordnen, dann würde sich ein Vergleich mit Pennywise aufdrängen. „Anger Turns To Hate“ ist allerdings in der Zwischenpassage auch deutlich vom Hardcore inspiriert worden. „Again & Again“ ist der entspannte Track der Scheibe. Fast poppig mutet das Stück an. Eine kleine Hymne, die tatsächlich den Skatepunk wieder aufleben lässt. „No Matter Who Cares?“ lässt am Bass erkennen, was die Stunde geschlagen hat. „Strong Company“ ist ein weiterer Singalong-Song, der live sicher auch ein Kracher wird.

 

Fazit: Die 90er sind nun wirklich lang genug vorbei, um sie wieder aufleben zu lassen. Selbst die heute 18-jährigen haben das ja alles verpasst. Angry Youth Elite nehmen sich auf „Ready! Set! No!“ nun den guten, alten Skatpunk mit dem einen oder anderen Hardcoreinschlag vor. Das macht Spaß, das passt zur Jahreszeit. Das wird die Musikwelt nicht in ihren Grundfesten erschüttern, macht auf Festivals oder am Baggersee aber eine gute Figur.

 

https://angryyouthelite.com/

 

Text: Torsten Schlimbach

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