AJR: Neotheater

AJR: Neotheater

Sony

VÖ: 26.04.2019

 

Wertung: 5/12

 

Das Brüder-Trio AJR veröffentlicht mit „Neotheater“ ein neues Album. Mit den neuen Songs dürften die Herren ähnliche Erfolge wie mit „The Click“ feiern. Der künstliche Sound ist ja auch geblieben. Menschen, die älter als 20 sind, werden eventuell von „Break My Face“ unglaublich genervt sein. Wie kann man diese Beats und den sich immer wiederholenden Gesang nur auf die Menschheit loslassen? Vielleicht sollten alte Säcke derartige Musik aber auch schlicht und ergreifend nicht hören.

 

Die Ballade „Turning Out Pt. II“ ist dafür sehr schön. Gute Nummer, die wieder versöhnlich stimmt. Auch „Birthday Party“ geht schwer in Ordnung. Diese Art von Popmusik ist zwar immer etwas zu sehr drüber, zu künstlich und seicht, aber gesanglich ist das durchaus gut! „The Entertainment´s Here“ hört sich sogar nach dem vergangenen Jahrhundert an – nur auf modern getrimmt. Und so geht es lustig und fröhlich weiter durch „Neotheater“. Man kann AJR immerhin nicht vorwerfen, dass mit der Musik schlechte Laune verbreitet würde.

 

„Karma“ geht dann auch forsch nach vorne, „Beats“ schleppt sich etwas dahin. „Wow, I´m Not Crazy“ ist belanglose Popmusik und die Akustiknummer „Dear Winter“ hat leider so einen unangenehmen Falsettgesang im Refrain. „Finale (Can´t Wait To See What You Do Next)“ ist wieder die Mischung aus alt und neu. Neu ist dabei aber nicht immer gut und man zieht dann doch das Alte vor. Ist sowieso ehrlicher.

 

Fazit: Wer den Quatsch von „The Click“ ganz fest in sein Herz geschlossen hat, wird von den Brüdern von AJR auch mit deren neuem Album nicht enttäuscht werden. „Neotheater“ hat wieder jede Menge künstlichen Pop zu bieten. Meist ist das groovy und fröhlich. Nichts für alte Leute wie mich. Bis 20 ist das vermutlich total toll. Na dann.

 

https://ajrbrothers.com/

 

Text: Torsten Schlimbach

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Dream Out Loud Magazin: © Torsten Schlimbach / Header: © Kai Knobloch