Adam Leon: Picture Perfect

Adam Leon: Picture Perfect

Tap-Water Records

VÖ: 09.11.2018

 

Wertung: 3/12

 

Adam Leon veröffentlicht mit „Picture Perfect“ nun sein erstes Soloalbum. Produziert wurde das Werk nicht etwa in seiner Heimat, in der Nähe von London, sondern im fernen Los Angeles. Da ist das Wetter ja auch schöner und vielleicht ist dort auch eher der richtige Platz für den Plastikpop dieser elf Songs. In der Scheinwelt unweit von Hollywood ist das wesentlich besser aufgehoben.

 

Ein Song heißt dann auch folgerichtig „She´s Living In Hollywood“. Paradoxerweise gehört genau diese Nummer zu den besseren auf dem Album. Diese, wie auch „Bad Boy Rock Star“, ist etwas organischer ausgefallen. Mitunter sogar rockiger. Das ist immer noch weit von gut entfernt, aber immerhin annehmbar. Ecken und Kanten gibt es da auch nicht. Aber gegenüber dem fürchterlichen Wegwerfpop von „You Live Your Life“ gleicht das einem Quantensprung. „Take A Fall“ kommt dann auch noch mit dämlichen Drum ´n´ Bass-Anleihen daher. Was soll das bitte sein?

 

Der Tiefpunkt ist dann mit „Using You“ erreicht. Was heutzutage ohne Qualitätskontrolle veröffentlicht wird, geht auf eine Kuhhaut. Hauptsache glattgebügelt, schnell mal durch die billigsten Programme gejagt und schön für das willenlose Mainstreampublikum aufbereitet. Ja Freunde, das Ende der Musik ist nahe. Jedenfalls der anspruchsvollen Musik. So lange so ein Schrott veröffentlicht wird, und machen wir uns nichts vor, es wird ja immer mehr Musik dieser Sorte produziert, wird es leider auch nicht mehr besser.

 

„La La“ klaut sich dann auch noch dreist sämtliche Zutaten zusammen, um einen weiteren nichtssagenden Popsong im Labor zusammen zu klöppeln. Die futuristischen Klänge sind dabei nicht nur billig, sondern nerven auch noch. „Picture Perfect“, der Song, lässt immerhin ein paar Instrumente erkennen. Nun denn. Auch das luftige und leichte „Tequila“ ist kein Totalausfall. „Keep It On Track“ allerdings schon. Ist das für ein Musical geschrieben worden? „Hero“ ist auch so ein Pseudo-Rocksong, bevor „Moonflower“ als Ballade von der Stange die Herzen der Damenwelt erobern soll.

 

Fazit: Adam Leon hat mit „Picture Perfect“ ein ganz und gar furchtbares Album aufgenommen. Alles was an Popmusik verachtenswert ist, findet sich in diesen elf Songs wieder. Kein Herz, keine Seele – nur billigste Wegwerfmusik. Schlimm, ganz schlimm.

 

https://adam-leon.com/

 

Text: Torsten Schlimbach

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Dream Out Loud Magazin: © Torsten Schlimbach / Header: © Kai Knobloch