10 Years: (How To Live) As Ghosts

10 Years: (How To Live) As Ghosts

Mascot Label Group/Rough Trade

VÖ: 27.10.2017

 

Wertung: 6,5/12

 

10 Years veröffentlichen nun auch schon das achte Studioalbum. Die Band aus Knoxville hat man eigentlich nie so richtig auf dem Schirm und doch stellt die Kapelle aus Tennessee eine Konstante im Musikzirkus dar. Immer schön unter dem Radar durchfliegen, dabei aber trotzdem auf eine treue Anhängerschaft bauen, das sind 10 Years. Das neue Album wurde „(How To Live) As Ghosts“ getauft und hat elf Songs am Start.

 

Als Produzent holte sich die Band den mehrfachen Grammy-Gewinner Nick Raskulinecz ins Studio. Ihrem bisherigen Stil sind 10 Years aber trotzdem treu geblieben. Es wäre ja auch seltsam wenn ausgerechnet jetzt ein gänzlich neuer Weg beschritten würde. Hardrock, Progressiver Metal und Alternativmusik sind auch auf „(How To Live) As Ghosts" wieder vertreten. Fans werden mit dem Album sehr glücklich werden.

 

„The Messenger“ erinnert an die Deftones, ist aber nicht so nebelig und kommt dann auch eher auf der Hardrockschiene auf Touren. „Novacaine“ fällt zunächst mit seinem groovigen Bass auf, der sich auch durch die Strophen zieht. Cooles Ding. Der Refrain ist wie gehabt, was auch auf „Burnout“ zutrifft. Das ist dann auch das Problem von „(How To Live) As Ghosts“. Das ist alles ein bisschen wie aus dem Setzkasten. Das luftige „Catacombs“ lockert das ein bisschen auf. Die Halbballade ist natürlich von Melancholie durchtränkt. Danach geht es mit „Ghosts“ wieder auf das bekannte Terrain. Aufbau des Songs – eher verschwurbelte Strophen und (musikalisch) harter Refrain - erinnern abermals an die Detones – freilich ohne deren Klasse zu erreichen.

 

„Blood Red Sky“ ist poppig ohne Popmusik zu sein. „Phantoms“ hat sich ein bisschen an Tool orientiert – aber daran kann man eigentlich nur scheitern. Hat man das nicht im Hinterkopf, dann geht die Nummer schon in Ordnung. „Vampires“ ist leider auch nach Schema F gestrickt. Dieses wird mit „Halos“ aber verlassen. Ein sehr ausgefeilter Song, den 10 Years den Zuhörern da präsentieren. Da wird auch das Tempo gewechselt und angezogen. „Lucky You“ ist eine astreine Ballade – inklusive Akustikgitarre. Natürlich dürfen die elektrischen sechs Saiten auch noch mal ordentlich jaulen und die Drums schön scheppern. „Insomnia“ kann zum Schluss leider keine neuen Akzente mehr setzen und verwaltet das bisher Gehörte.

 

Fazit: 10 Years hauen mit „(How To Live) As Ghosts“ das achte Album der Bandgeschichte raus. Das erinnert an Tool oder die Deftones, kann aber zu keiner Zeit an deren Klasse anknüpfen. 10 Years bauen die Songs im Grunde auch immer gleich auf, wie aus dem Setzkasten. Das ist nicht schlecht, aber es nutzt sich eben auch schnell ab und bietet wenige Spannungsmomente.

 

http://10yearsmusic.com/site/

 

Text: Torsten Schlimbach

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